Klimaschutz

Greifswalder Moorkundler begegnen den Herausforderungen, die der Klimaschutz an Moore stellt, auf vielfältige Weise. Sie erforschen die ökologischen Zusammenhänge der Freisetzung von Treibhausgasen und quantifizieren die emittierten Gasmengen. Da direkte Messungen von Emissionen sehr personal- und zeitaufwändig sind, entwickeln und verfeinern sie Indikatoren, sogenannte Proxies, zur Abschätzung der Emissionen auf größeren Flächen. Insbesondere die Moorvegetation erwies sich dabei in Form der Gas-Emissions-Standort-Typen (GESTs) als zuverlässig, praktikabel und auf großflächig anwendbar. Die so entwickelten Methoden finden Einzug in Standards, MRV-Guidelines und Methodologien unter der Klimarahmenkonvention (UNFCCC) und für Zertifikate des freiwilligen Kohlenstoffmarkts (z.B. VCS). Das GMC entwickelt und verwaltet die Global Peatland Database (GPD) der International Mire Conservation Group (IMCG), den weltweit größten Datensatz zu Moorverbreitung, -zustand und -emissionen. In internationalen Moor- und Klimaschutzprojekten werden das erworbenen Wissen und die erarbeiteten Methoden in die großflächige Umsetzung gebracht. Mit ihrem breiten Wissen informieren, schulen und beraten die Partner im GMC die Öffentlichkeit und Entscheidungsträger zu klimarelevanten Moorfragen.

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