Weiße Weiber, schwarze Erde

In Mooren gibt es Irrlichter und Mücken, doch in ihnen steckt auch ein beträchtlicher Teil Kultur und Weltpolitik – Geschichten von Diktatoren und Päpsten, Faschisten und Kommunisten, Künstlern und Spukgestalten bietet daher eine zweite Runde der „Literaturabende in der Greifswalder Moorbibliothek“ von 19. Oktober 2016 bis 22. März 2017.
Moore als Schauplätze des Schreckens und der Schönheit – erfahren Sie mehr über ihre Rolle bei der Belagerung Leningrads, bei Maos Marsch der Tausend Toten durch Tibet oder der Invasion der Schweinebucht, aber auch zur zart lila-weißen Inspiration van Goghs und zu hochprozentigem Buchweizenbrand.

Termine:
Moore in Kunst und Kultur

19.10.2016   „Über Jungfräulichkeit und Keuschheit in der Ehe“:
                         Die ältesten Bücher der Moorbibliothek

02.11.2016   „Eine schwarze Erde, flach - unendlich
                          - ein klarer Himmel von zart lila weiß“: Vincent van Gogh im Moor

16.11.2016   Trennung und Verbindung: Moorbrücken und Bohlenwege
30.11.2016   Buchweizenbrandkultur: Der Gnadenstoß der Hochmoore Nordwesteuropas
14.12. 2016   Irrlichter, weiße Weiber und feurige Männer: Über-irdische Moorphänomene 

Moore in der Weltpolitik
11.01.2017    Mücken, Päpste und Faschisten: Die Trockenlegung der Pontinischen Sümpfe
25.01.2017    Quellmoor und Genozid: Der Waterberg in Namibia
08.02. 2017   Der Sumpf der Tausend Toten: Mao’s Langer Marsch durch die Moore Tibets
22.02. 2017   Die Blockade Leningrads und die Entwicklung der Moorkunde
08.03. 2017   Zwischen Kennedy und Castro: Die Moore der Schweinebucht
22.03. 2017   Saddam Hussein und die „Endlösung“ der Mooraraber

 

Mittwoch ist Moorabend im großen Bibliothekszimmer der Villa Ellernholzstr. 1/3 von 19 – 21 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos, doch die Zahl der Teilnehmer ist begrenzt. Es gilt “first come, first served”! Wählen Sie Ihren bevorzugten Termin aus dem beigelegten Programm und senden Sie uns Ihre Anmeldung per E-Mail an bibliothek@greifswaldmoor.de. Wenn Sie gerne an mehreren Abenden teilnehmen möchten, teilen Sie uns bitte die Termine in Ihrer priorisierten Reihenfolge mit. Sie erhalten schnellstmöglich Rückmeldung.

PeNCIL wird gefördert durch die Bernhard und Ursula Plettner Stiftung.