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von Berit Krondorf (Kommentare: 0)
Was die GAP der EU für die Paludikultur bedeutet
Unterstützend, aber noch nicht in vollem Umfang
27/04/2026 Die aktuelle Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) 2023–2027 der Europäischen Union stellt über die nationalen GAP-Strategiepläne in den Mitgliedstaaten 387 Milliarden Euro bereit. Sie schafft mehr Möglichkeiten für den Schutz, die Wiedervernässung von Mooren sowie für Paludikultur als frühere Förderperioden, wie ein neuer Bericht zeigt. Inwieweit diese Möglichkeiten in der Praxis umgesetzt werden können, hängt jedoch weiterhin davon ab, wie die Mitgliedstaaten den GAP-Rahmen in ihren nationalen Strategieplänen berücksichtigen.
Die aktuelle GAP schafft erstmals einen klareren Rahmen für Moore und Paludikultur. Sie legt einen Mindeststandard für den Schutz von Mooren und Feuchtgebieten fest, regelt die Förderfähigkeit für Direktzahlungen und öffnet die Tür für Öko-Programme zur Unterstützung der Paludikultur und der Wiedervernässung von Mooren. Darüber hinaus ermöglicht es die GAP-Toolbox, die Paludikultur durch Agrarumwelt- und Klimaprogramme, Investitionsförderung, Zusammenarbeit, Beratung und Schulungen voranzubringen.
Die Beihilfefähigkeit bleibt eine zentrale Herausforderung für die Paludikultur. Wichtige Paludikulturpflanzen wie Schilf, Rohrkolben und Torfmoos werden nach wie vor als nichtlandwirtschaftliche Erzeugnisse eingestuft. Bislang haben nur sechs der 27 Mitgliedstaaten die neue Ausnahmeregelung umgesetzt, durch die die Beihilfefähigkeit gewahrt werden kann. Die Paludikultur auf Feuchtwiesen kann zwar weiterhin als Dauergrünland gelten. Doch dieser Status kann verloren gehen, wenn Nichtfutterpflanzen überhandnehmen. Für Landwirt*innen und Landbewirtschaftende führt dies zu anhaltender Unsicherheit, wenn sie einen Übergang zur Paludikultur in Betracht ziehen.
Der Bericht, veröffentlicht im Rahmen des Projekts Paludi4all, schätzt, dass die derzeitige GAP dennoch zunehmend förderlich für Moore und die Paludikultur wird. Länder wie Dänemark, Deutschland, Irland, die Niederlande und das Vereinigte Königreich liefern bereits nützliche Beispiele. Sie zeigen, wie verschiedene nationale Instrumente und politische Ansätze innerhalb und über die GAP hinaus zusammenwirken können. Mit Blick auf die Zukunft könnte ein Policy-Mix dazu beitragen, den Übergang zu unterstützen. Dies würde positive Anreize für die Paludikultur und die Ökosystemleistungen von Mooren beinhalten, während die Unterstützung für die entwässerungsbasierte Moornutzung schrittweise auslaufen würde. Zusätzliche Instrumente, wie beispielsweise eine CO₂-Steuer, könnten ebenfalls dazu beitragen, die Planungssicherheit langfristig zu verbessern.








