Aktuelles

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2018

von Dorothee Scheuch

Mehr Moos für das GMC

Neues Mutterpflanzenquartier aufgebaut

17/12/2018 Zwölf Torfmoosarten wachsen jetzt im neu aufgebauten Mutterpflanzenquartier an der Universität Greifswald. Das Projekt MOOSzucht will herausfinden, welche unter hiesigen Bedingungen am wüchsigsten sind. Das ist wichtig, um möglichst hohe Erträge bei der Torfmooskultivierung zu erzielen - und damit möglichst große Mengen an nachwachsender Biomasse als Ersatz für Torf im Gartenbau. Fast 500 Proben von Wildformen hat MOOSzucht in ganz Europa – von Irland bis Estland, von Schweden bis Tschechien und in Georgien – gesammelt als Basis für die Forschungen. Dr. Ulf Hauke, für Moore zuständiger Mitarbeiter am Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, hat sich davon und von vielen weiteren Aktivitäten am Greifswald Moor Centrum am 17.12.18 ein Bild gemacht.

 

von NK

Endlich da: Dauerhafte Moorprofessur

Greifswalder Moorforschung wird gestärkt

17/12/2018  Die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns und die Universität Greifswald haben am 17. Dezember die Schaffung einer neuen Professur für Moorforschung / Peatland Sciences vereinbart. Dies stellt die mehr als 200 Jahre alte Greifswalder Moorforschung und die wissenschaftliche Arbeit des Greifswald Moor Centrum für die kommenden Jahrzehnte auf ein verlässliches Fundament. „Die Greifswalder Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beschäftigen sich damit, inwieweit Menschen und Landwirtschaft Moore nutzen können ohne sie dabei auszunutzen. Dieses Engagement wollen wir mit der neuen Professur unterstützen“, begründete Wissenschaftsministerin Birgit Hesse die Entscheidung seitens des Landes MV – einem der moorreichsten Bundesländer in Deutschland. Das Land und die Universität Greifswald finanzieren die neue W3-Professur gemeinsam. Außerdem unterstützen voraussichtlich der Stifterverband der deutschen Wissenschaft und die Michael Succow Stiftung die Finanzierung. Weitere Information in der Pressemitteilung des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur MV und bei der Universität Greifswald.
Im Bild von links nach rechts: Thomas Krüger (SPD-Fraktionsvorsitzender MV), Prof. Dr. phil. Johanna Eleonore Weber (Rektorin der Universität Greifswald), Birgit Hesse (Wissenschaftsministerin MV) u. Dr. Jürgen Buchwald (Staatssekretär für Landwirtschaft u. Umwelt MV) (Foto: H. Lipski)

 

von NK

Policy brief für COP24

Cover policy brief on reporting GHG emissions from organic soils in the EU

Treibhausgas-Berichterstattung zu organischen Böden in der EU

11/12/2018  Genau rechtzeitig für die UNFCCC-Vertragsstaatenkonferenz COP24 hat das Greifswald Moor Centrum zusammen mit Moorkundlern von 7 europäischen Institutionen einen policy brief zur Treibhausgas-Berichterstattung von organischen Böden in der EU herausgebracht. Das Dokument umfasst den politisch-rechtlichen Rahmen, Schwächen in der nationalen Berichterstattung zur Klimarahmenkonvention und Empfehlungen zur Verbesserung. Wir haben den policy brief auf mehreren Veranstaltungen auf der COP24 in Katowice vorgestellt. Er wurde im Rahmen des Projektes INVESTIGATE erstellt, welches von der Europäischen Klimaschutzinitiative (EUKI) des Umweltministeriums (BMU) gefördert wird. Der policy brief wurde von Alexandra Barthelmes (Greifswald Moor Centrum) koordiniert.

 

von NK

Moore auf der COP24

Gegen Moorbrände und für das Klima

10/12/2018  Das Greifswald Moor Centrum organisierte gemeinsam mit Partnern der Global Peatlands Initiative mehrere Veranstaltungen zu Mooren auf dem UN-Klimagipfel 2018 in Katowice. Am 6. Dezember koordinierte das GMC zusammen mit der UN-Umweltorganisation (UNEP) die Veranstaltung „The trace of haze: Peat fires as local and global challenges“ im Pavillon der Deutschen Bundesregierung. Aufgezeigt wurden globale Erfahrungen aus Moorbränden und Koalitionen für Wiedervernässungen wie das Projekt Moorrestauration in Russland. Dieses hatte die UNFCCC 2017 mit dem Preis “Momentum for Change” ausgezeichnet. Am 7. Dezember brachte eine Veranstaltung multilaterale Umweltkonventionen wie die Ramsar-Konvention, CBD, UNCCD und UNFCCC zusammen, die künftige gemeinsame Aktivitäten in Bezug auf Moore verabredeten. Am 11. Dezember machte die Veranstaltung „Stop eating peat“ des Climate Hub Katowice auf Moore aufmerksam. CMok, Wetlands International und GMC hatten diese gemeinsam organisiert. Auch zum Side event „Peatlands and Nationally Determined Contributions (NDC‘s)“ am 12. Dezember trägt das GMC bei. Für mehr Nachrichten zu Mooren auf der COP24 folgen Sie @greifswaldmoor auf twitter.

 

von NK

Dreifacher Gewinn: für Klima, Menschen und den Planeten

Prof. Joosten speaking at the GLF 2018 (A. Piegenschke)

Tropische Moore im Fokus beim Global Landscape Forum

03/12/2018  Tropische Moore waren das Thema bei einer hochrangig besetzten Veranstaltung des Global Landscapes Forum (GLF) am 1. Dezember 2018. Unter dem Titel Protecting Tropical Peatlands Together setzten sich hochrangige Vertreter der Republik Kongo, Indonesiens, Deutschlands und der Ramsar-Konvention gemeinsam für die intensive Erforschung der Tropenmoore, für deren Erhalt und nachhaltiges Management ein. Hervorgehoben wurden die Anstrengungen Indonesiens und der Republik Kongo für Süd-Süd-Kooperationen zu Management, Restauration und Schutz der Moore. Neben H.E. Siti Nurbaya, Indonesiens Ministerin für Umwelt und Forst, und Arlette Soudan-Nonault, Ministerin für Umwelt und Tourismus der Republik Kongo, berichtet auch Prof. Hans Joosten (GMC) zu Prioritäten in Moor-Management. Hier die Aufzeichnung der Veranstaltung.

 

von NK

Landwirtschaft + Gewässerschutz

Die Projekte CLEARANCE (Rafael Ziegler) und MORGEN (Christina Lechtape) im Dialog

Bei Greifswald beides verbinden

28/11/2018  Gemeinsam zu überlegen, was für den Fluss Ryck getan werden kann, war Ziel der öffentlichen Veranstaltung "Landwirtschaft & Gewässerschutz – Optionen am Übergang von Fluss und Land" am 28. November von 9-13 Uhr im Rathaus der Universitäts- und Hansestadt Greifswald. Auf Einladung der Projekte CLEARANCE und MORGEN und der Initiative „Sauberer Ryck“ diskutierten Landnutzer und -eigentümer, Vertreter der Verwaltung, Wissenschaftler und interessierte Bürger gemeinsam zu diesen Fragen: Welche Potentiale bestehen für die Verbesserung der Wasserqualität des Ryck? Wie ließe sich eine Umsetzung von Paludikultur, d.h. nachhaltiger Bewirtschaftung nasser Moorflächen, entlang des Ryck fördern? Die Beteiligten erläuterten die mögliche eigene Rolle in Umsetzungsprojekten – eine wichtige Grundlage für konkrete Maßnahmen, die die Wasserqualität verbessern.

 

von NK

Neu und animiert: Moor muss nass!

szene aus "Moor muss nass!"

Moor für alle in 3 Minuten

26/11/2018  Moore sind nicht unheimlich, sie sind unheimlich wichtig für jeden einzelnen von uns – denn nass sind Moore Klimaretter! Damit das jeder verstehen kann, hat das Projekt MoorDialog den animierten Kurzfilm „Moor muss nass!“ entwickelt. Das komplexe Thema ist darin kompakt erklärt: Weltweit speichern Moore zweimal mehr Kohlenstoff als die gesamte Biomasse aller Wälder der Erde. Sie filtern unser Wasser und bieten seltenen Arten Lebensraum. Doch viele Moore sind durch Entwässerung zerstört oder bedroht. Trocken werden sie für Landwirtschaft genutzt, verursachen jedoch extrem hohe Treibhausgasemissionen. Die Lösung: Wiedervernässung, und dort wo genutzt werden muss Paludikultur, also nasse Bewirtschaftung. Durch diese entstehen klimafreundliche Produkte und auch neue Arbeitsplätze im ländlichen Raum. Das Greifswald Moor Centrum arbeitet u.a. mit diesem Erklärvideo daran, die Bedeutung der Moore für den Klimaschutz in das öffentliche Bewusstsein zu tragen. Auch auf youtube - Teilen erwünscht!

 

von NK

Nicht nur für für Typha-Pioniere

Typha-Ernte (Foto: Tobias Dahms)

Jetzt den 12.12. vormerken!

23/11/2018  Rohrkolben (lat. Typha) auf wiedervernässten Niedermooren - das ist eine ideale Kombination mit vielen Vorteilen: Klimaschutz durch Torferhalt, Gewässerschutz durch Nährstoffrückhalt und nachhaltige Rohstoffgewinnung. Der Anbau ist jedoch im betrieblichen Maßstab noch nicht realisiert, obwohl großes Interesse an der Biomasse für die stoffliche Verwertung besteht. Mit einem weiteren Typha-Feldtag am 12. Dezember in der Nähe von Anklam wollen das Projekt MoorDialog und die Stiftung Wetland Products Ernte-Technik demonstrieren, den Anbau und Management von einer Rohrkolbenkultur diskutieren und die Vorteile weiter bekannt machen. Die Teilnahme bei Demo-Ernte und Vorträgen ist kostenfrei, um Anmeldungen per E-Mail an abels@uni-greifswald.de wird gebeten. Hier das Programm des Typha-Feldtages.

 

von Dorothee Scheuch

Starkes Signal aus Berlin

Konferenz „Moor muss nass! Klimaschutz durch Moorschutz“

26/10/2018  “Moor muss nass!“ war die Kernbotschaft der Konferenz zu Moor- und Klimaschutz am 26. Oktober 2018 im Umweltministerium in Berlin. Um bis 2050 die Treibhausgas-Emissionen aus Mooren in Deutschland entsprechend des deutschen Klimaschutzplans und internationalen Verpflichtungen zu minimieren, müssen jährlich etwa 50.000 ha wiedervernässt werden. Ein Großteil der Flächen könnte von einer „trockenen“ in eine „nasse“ Land- und Forstwirtschaft überführt werden. Um das zu erreichen, hat das Projekt Deutscher Moorschutzdialog (MoorDialog) im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative in den letzten drei Jahren viele Akteure zusammengebracht: Landwirte, Wasserwirtschaftler, Naturschützer, Wissenschaftler und Politiker. Bei der Abschlusstagung wurde klar, was in Zukunft nötig ist: eindeutige politische Rahmenbedingungen, finanzielle Anreize und Ausgleiche, mutige Unternehmer, solide wissenschaftliche Begleitforschung. Mehr Informationen finden sich in der Pressemitteilung des BMU

Konferenz Moor u Klimaschutz BMU_lensescape3  Konferenz Moor u Klimaschutz BMU_lensescape6

von NK

Kartoffeln und Krimis

Neue Literaturabende in Moorbibliothek

05/10/2018  Unglücksorte, Zufluchtsorte - dass Moore beides sind, dafür finden sich in der Literatur viele Beispiele. Während kranke Kartoffeln, angebaut auf Moorböden, die Iren zu massenhafter Emigration zwangen, fanden die Sklaven der amerikanischen Südstaaten in Mooren ihre einzige Rettung. Moore sind in Krimis beliebt, sie sind Fundstätten interessanter Moorleichen und Lebensraum von Zwergvölkern, wie etwa im Kongo.
All diese Orte präsentiert Moorkundler und Bibliophil Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Joosten in der vierten Reihe Literaturabende in der Greifswalder Moorbibliothek anhand der Bestände der Greifswalder Moorbibliothek (Peatland and Nature Conservation International Library, PeNCIL).   Die Teilnahme ist kostenlos, Anmeldungen sind jedoch erforderlich per E-Mail an bibliothek@greifswaldmoor.de.

 

von NK

Sonnentau nachhaltig in großem Stil

Minister Backhaus (2. von links) beim Spatenstich auf der "Sonnentau-Fläche" (Photo PaludiMed GmbH)

Erster Spatenstich für Europas größte Anbaufläche

02/10/2018  Sonnentau für medizinische Verwendung nachhaltig anbauen – diesen Traum verfolgen Balazs Baranyai und Dr. Jenny Schulz seit sechs Jahren und initiierten mit der PaludiMed GmbH die erste Ausgründung aus dem Greifswald Moor Centrum. Jetzt richten sie die europaweit größte Anbaufläche für Sonnentau ein, im Breesener Moor, einem ehemaligen Torfabbaugebiet im Biosphärenreservats Schaalsee-Elbe (Mecklenburg-Vorpommern). Im Herbst wird zunächst ein Wasserreservoir angelegt und im kommenden Frühling die Torfmoos-Sonnentau Kultur etabliert.

Vor sechs Jahren hatten die beiden Moor-Wissenschaftler die ersten Sonnentausamen auf Torfmoosrasen ausgesät, zahlreiche Anbauversuche folgten. 2015 erreichten sie, was bisher als nicht machbar galt: die fleischfressende Pflanze Sonnentau gemeinsam mit Torfmoosen in Paludikultur nachhaltig zu kultivieren. Mit der neuen Fläche bringen sie die bisherigen Pilotversuche in die großflächige Produktion. Bei dem Festakt im Breesener Moor mit zahlreichen Gästen setzte Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt M-V, den ersten Spatenstich.

 

von NK

Große Bücherspende an PeNCIL

Teamwork: 600 kg Bücher wollen ausgeladen werden.  (Film: T. Dahms)

600 kg Moorbücher gerade angekommen

03/09/2018  Nach langer Fahrt erreichten heute Hans Joosten, John Couwenberg und Mira Kohl mit einem Bus voller Bücher das GMC. Professor R.S. (Dicky) Clymo (Queen Mary University of London, Großbritannien) hat einen großen Teil seiner privaten Bibliothek an unsere Programm-Bibliothek “Moor und Naturschutz” (PeNCIL) gespendet. Wir fühlen uns sehr geehrt und dankbar. Während des Besuches wurden Dicky Clymo Grüße und Unterschriften der Vollversammlung der International Mire Conservation Group (IMCG) übergeben, welche ihm am 31.08.2018 in Utrecht die Ehrenmitgliedschaft verliehen hat. Dicky Clymo ist langjähriger Unterstützer der IMCG, Herausgeber der Zeitschrift Mires and Peat und hat Generationen von Moorkundlern beeinflusst und inspiriert. “In hope - studying peatlands for ever!”

 

von NK

Ministerin trifft Moorbotschafter

Umweltministerin Schulze bei der Wiedervernässung eines Mini-Moores. (Foto: Espen Eichhöfer/BMU)

GMC, DVL und MoorFutures beim Tag der Offenen Tür

25/08/2018  Umweltministerin Schulze hatte Spaß beim Wiedervernässen eines Moores im Kleinen. Natürlich weiss sie um die Bedeutung der Moore allgemein. Beim Tag der Offenen Tür 2018 im Bundesumweltministerium (BMU) erklärten Tobias Dahms und Monika Hohlbein (beide GMC), wie Moore und Klimaschutz genau zusammenhängen. Die Umweltministerin und ihre parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter informierten sich über das Projekt MoorDialog und über den dringenden Handlungsbedarf bei der Umsetzung einer klimaschonenden, nassen Bewirtschaftung von bisher entwässerten Moorstandorten. Insbesondere die Einrichtung von Demonstrationsbetrieben, deren wissenschaftliche Begleitung und der Abbau von Hemmnissen bei der Umstellung auf nasse Moorbewirtschaftung wurden diskutiert. Das GMC begeisterte mit vielen Moorpflanzen und -produkten zusammen mit dem Deutschen Verband für Landschaftspflege (LPV) viele Besucher des gemeinsamen Standes.

 

von NK

Moorzerstörung global dokumentiert

Weltbiodiversitätsrat veröffentlicht umfassenden Bericht

21/08/2018  Der Zustandsbericht zu Biodiversität und Ökosystemdienstleistungen für Europa und Zentralasien (IPBES/6/INF/6/Rev.1 ) des Weltbiodiversitätsrates wurde kürzlich als umfassender Bericht veröffentlicht. Der Weltbiodiversitätsrat IPBES (Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services) ist ein zwischenstaatliches Gremium zur wissenschaftlichen Politikberatung, ähnlich wie der Weltklimarat IPCC. Mitautoren von Kapitel 3 des Berichtes zu Status, Trend und zukünftige Dynamik von Biodiversität und Ökosystemdienstleistungen zum Thema Moore sind Hans Joosten und Franziska Tanneberger (beide GMC). Der Bericht zeigt Moorverbreitung und –zerstörung anhand von Daten der Global Peatland Database des GMC und weist auf den Zusammenhang von Klimaschädigung durch Moorzerstörung und Biodiversitätsverlust hin.

 

von NK

Indonesien und Vorpommern im Dialog

Prof. Joosten (links) erklärt Botschafter Oegroseno (rechts) und Staatssekretär Dahlemann, was der Bohrkern aus einem Torfboden verrät (Photo: J. Peters).

Botschafter auf Paludikultur-Tour

03/08/2018  Um Paludikultur in der Praxis zu sehen stattete der indonesische Botschafter S.E. Dr. Arif Havas Oegroseno auf Einladung des Greifswald Moor Centrum (GMC) der Region Vorpommern einen Besuch ab. Das GMC führte Botschafter Oegroseno zum entwässerten Polder Bargischow wie auch zur wiedervernässten Fläche des Anklamer Stadtbruchs. Hier begrüßte Patrick Dahlemann, Parlamentarischer Staatssekretär für Vorpommern, den Botschafter und besuchte mit ihm – bei beinahe tropischen Temperaturen - eine dichte, produktive Schilffläche. Im kleinen Örtchen Kamp bot die Ernte von Rohrkolben Gelegenheit, mehr zu traditionellen und innovativen Formen der Paludikultur zu erfahren. Auf der Fläche der Wetland Products Foundation teilten Rohrwerber aus Anklam, Rügen und Schleswig-Holstein sowie Vertreter von zwei niederländischen Mähmaschinenherstellern ihre Erfahrungen mit Botschafter und Staatssekretär. Patrick Dahlemann betonte das großen Potential von Wiedervernässung und Paludikultur, um umwelt- und sozio-ökonomische Vorteile zu erreichen. In den kühlen historischen Räumen der Universität Greifswald stellte Prof. Dr. Katharina Riedel, Prorektorin für Forschung und Transfer sowie internationale Angelegenheiten, Botschafter Oegroseno Geschichte und heutige Forschungsschwerpunkte der Universität vor. Dieser zeigte sich an Forschungskooperationen und internationalem Austausch etwa über eine ERASMUS-Partnerschaft überaus interessiert. Weitere Kooperationsmöglichkeiten diskutierte er beim Besuch der Programmbibliothek „Moor und Naturschutz“ (Peatland and Nature Conservation International Library (PeNCIL)) und bei der Michael Succow Stiftung, wo ihn Prof. Dr. Michael Succow begrüßte.

 

von NK

Aktionswoche „10 Jahre NKI“

Logo 10 Jahre NKI

GMC führt durch Ausstellung

02/08/2018  Am 19. September ab 19 Uhr bietet das Projekt MoorDialog eine Führung durch die Wanderausstellung „Moor, Paludikultur und Klimaschutz“, die noch bis zum 30.9. im Müritzeum, dem NaturErlebnisZentrum in Waren (Müritz) zu sehen ist. Die Führung ist Teil der Aktionswoche, mit der das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit das zehnjährige Bestehen der Nationalen Klimaschutzinitiative feiert. Die Führung ist kostenfrei, doch eine Anmeldung ist erforderlich telefonisch unter (03991) 63368-0.

 

von NK

Moore in der zukünftigen EU-Agrarpolitik

GMC informiert zu Auswirkungen für Mensch, Natur und Klima

22/06/2018  Warum Moore in der gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union ab 2021 berücksichtigt werden müssen, hat das Greifswald Moor Centrum in einem Informationspapier zusammengestellt. Anlass sind der Reformvorschlag zur GAP, den die Europäische Kommission im Juni vorgelegt hat und die jetzt in Deutschland und weiteren EU-Mitgliedsstaaten anstehenden Diskussionen zur Weiterentwicklung der GAP. Klimaschutz und andere Umweltaspekte sollen dabei im Vordergrund stehen. Die Neuorientierung der landwirtschaftlichen Nutzung von Moorböden bietet hierfür ein besonderes Potential: Essentiell sind hohe Wasserstände, um die Freisetzung von Treibhausgasen zu minimieren und den Bodenverlust zu stoppen. Dafür ist die Definition einer auf Moorböden ausgerichteten Guten fachlichen Praxis sowie die gezielte Förderung einer nachhaltigen Nutzung auf Mooren (‚Paludikultur‘) in 1. und 2. Säule der GAP notwendig. Weitere Details finden Sie im Informationspapier zur Rolle der Moore in der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ab 2021.

 

von NK

Moorforschung vorgestellt

MdL Thomas Krüger besucht MdL (Photo: Kathrin Baethge)

SPD-Fraktionsvorsitzender besucht das GMC

04/06/2018  Moore sind Thomas Krüger, dem Vorsitzenden der SPD-Landtagsfraktion Mecklenburg-Vorpommern, schon lange bekannt: Sein Wahlkreis umfaßt mit den Ämter Malchin am Kummerower See, Stavenhagen und Treptower Tollensewinkel ein moorreiches Gebiet. Die Stadt Malchin ist Standort des ersten Moor-Biomasse-Heizwerkes, hier werden 500 Haushalte klimafreundlich mit Wärme aus dem Moor versorgt. Bei seinem Besuch in Greifswald informierte sich Thomas Krüger über aktuelle Moor-Forschungsprojekte der Universität Greifswald und traf dabei die Prorektorin für Forschung, Prof. Kathrin Riedel, und den Prodekan der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät, Prof. Gerald Kerth. Außerdem stellten Mitarbeiter der Michael Succow Stiftung und von DUENE e.V. die Arbeit der beiden anderen Partner im GMC vor. Thomas Krüger zeigte sich besonders vom engen Verbund von Wissenschaft, Umsetzung und Beratung an einem Standort beeindruckt.

 

von MK

Torf unter Wasser

Anmeldung für Workshop ab sofort möglich

04/05/2018  Das Programm des kommenden Workshops zur Renaturierung von Mooren „Torf unter Wasser“, der vom 5.- 6. September im Nord-Osten Deutschlands stattfinden wird, ist fertig:

Der Workshop befasst sich mit der Biochemie von Kohlenstoff und Nährstoffen, Emissionshandel, wie auch der Biodiversität und biologischen Entwicklung von Überflutungsmooren. Mehr Informationen sind unter www.wetscapes.de/peatunderwater verfügbar. Der Anmeldeschluss ist am 01. Juni 2018.

 

von MK

100% Seggenrohrsänger

Aquatic Warbler Conservation Handbook

Neues Handbuch zu Ökologie und Schutz

14/04/2018  Ein internationales Team, das Aquatic Warbler Conservation Team (AWCT), legt sich seit 20 Jahren für den Schutz des Seggenrohrsängers ins Zeug. Neben dem Jubiläum, begangen vom 12.-15. April in Brodowin, gab es noch etwas zu feiern: Das Team stellte das druckfrische Aquatic Warbler Conservation Handbook vor. Es fasst den aktuellen Wissensstand zu Ökologie, Habitatmanagement und Schutz des Seggenrohrsängers zusammen und enthält Beiträge zweier GMC- und AWCT-Mitglieder - Franziska Tanneberger und Cosima Tegetmeyer.
Das AWCT ist ein kleines, informelles Netzwerk von Wissenschaftlern aus allen Verbreitungsländern dieser Moor-Vogelart – und eine Erfolgsgeschichte. Gegründet von Martin Flade, bis heute AWCT-Vorsitzender, initiierte es ein Memorandum of Understanding zum Schutz des global bedrohten Seggenrohrsängers (Acrocephalus paludicola) unter der Bonner Klimakonvention (2003). Das Team entwickelte bisher acht LIFE-Projekte zum Schutz des Seggenrohrsängers und zahlreiche weitere Projekte. Jährliche Exkursionen zu Brut- oder Überwinterungsgebieten des kleinen Singvogels gehören zur AWCT-Tradition und ließen ein engagiertes und inspirierendes Team zusammenwachsen.

 

von NK

Schilf im Kessel, Torf auf dem Teller

Cover Porstlarte "Moor muss nass!"

GMC-Wanderausstellung im BfN in Bonn

19/04/2018  Vom 23. April bis 24. Mai ist die Wanderausstellung Moor, Klimaschutz und Paludikultur des Greifswald Moor Centrum im Foyer des Bundesamtes für Naturschutz (Konstantinstr. 110) in Bonn zu sehen. Sie erklärt, welchen Beitrag nasse Moore für den Klimaschutz leisten und wiedervernässte Flächen sich nachhaltig nutzen lassen. Die Wanderausstellung wurde ist Teil des MoorDialog, einem Projekt im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative

von MK

Moor-Seminar von GMC und LUNG

Anmeldungen jetzt möglich

12/04/2018  Die Tagung „Landschaftsökologische Grundlagen der Moorkunde“ am 7. Juni richtet sich an Mitarbeiter von Forst- und Naturschutzverwaltung. Kostenfrei bietet sie praxisnahe Information z.B. zu Moortypen und ihrer Klassifizierung, zu ihrer Bedeutung für Biodiversität, Wasserhaushalt und Klimaschutz. Neben ihrem Schutz ist auch die mögliche nachhaltige Nutzung nasser Moore, genannt Paludikultur (lat. palus der Sumpf, cultura die Bewirtschaftung) ein Thema der Tagung. Diese findet von 10-17 Uhr in der Viehhalle (Speicherstraße 11, 18273 Güstrow) statt, gemeinsam organisiert von der Landeslehrstätte für Naturschutz und nachhaltige Entwicklung am Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie Mecklenburg-Vorpommern (LUNG) und dem Greifswald Moor Centrum. Anmeldungen sind bis 31.5. per Anmeldeformular.

 

von NK

Moore, Messgeräte und viel Begeisterung

Wetscapes stellt sich Birgit Hesse (Bildungsministerin  M-V) vor

WETSCAPES stellt sich der Bildungsministerin vor

23/03/2018  Als letzte der fünf Exzellenzinitiativen in M-V besuchte die Bildungsministerin Birgit Hesse (SPD) am 23. März das Projekt WETSCAPES. Mit ihr kamen zwei weitere Landtagsabgeordnete der SPD – der Fraktionsvorsitzende Thomas Krüger und der hochschulpolitische Sprecher Dirk Stamer. WETSCAPES-Mitarbeiter von Doktoranden bis Professoren berichteten von den Feldforschungen, führten ihre Meßgeräte vor, erläuterten erste Erkenntnisse von wiedervernässten Mooren und zeigten erfolgreiche Paludikultur-Produkte. Thomas Krüger betonte die Bedeutung des Themas für das Land und verwies auf einen erfolgreichen Paludikultur-Betrieb in seinem Wahlkreis. Birgit Hesse erklärte zu Abschluss der Veranstaltung, dass sie nun verstanden habe, wie wichtig Moore sind und dass sie gespürt habe, mit welch großer Begeisterung in WETSCAPES gemeinsam geforscht wird.

 

von NK

Start für KLIBB

Paludikultur und Naturschutz vereinbaren

01/03/2018  Wie Paludikultur naturschutzfreundlich gestaltet werden kann, das klärt das neue GMC-Projekt „KLIBB - Klimaschonende, biodiversitätsfördernde Bewirtschaftung von Niedermoorböden“. Bis Oktober 2019 wird das vom Bundesamt für Naturschutz geförderte Projekt Wissen zu den Effekten von Paludikultur auf Biodiversität sammeln. Dabei wird es auch erarbeiten, wie Fehlentwicklungen frühzeitig vermieden werden könnten und welche zusätzlichen Naturschutz-Leistungen der Landwirte bei Paludikultur wie honoriert werden müssten. KLIBB ist eine Kooperation der Universität Greifswald mit der Humboldt-Universität zu Berlin (HUB) und der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE).

 

von NK

Nicht nur für für Typha-Pioniere

Am 13.2. wurde gezeigt, was Rohrkolben kann

12/02/2018  Rohrkolben (lat. typha), die Pflanze aus nassem Moor, lässt sich anpflanzen und ernten, liefert als nachhaltiger Baustoff Trockenheit und Wärme und schützt gleichzeitig das Klima! Das wollen der Unternehmer Aldert van Weeren und das Greifswald Moor Centrum bekannt machen. Beim Typha-Tag am 13. Februar in Kamp (Abzweig Anklamer Fähre) ab 12 Uhr zeigten sie die Ernte von Rohrkolben. Dass dieser sich als Dämmung und Dachdeckung verwenden lässt, war bei einer Führung durch ein renoviertes Gästehaus neben der Mahdfläche zu sehen. Diese innovative und lokale Verwertung eines nachwachsenden heimischen Rohstoffs ist eine Pionierleistung in Mecklenburg-Vorpommern, die auf internationales Interesse stößt: Zum Typha-Tag kamen Wissenschaftler und Praktiker aus den Niederlanden.

 

von NK

Indonesischen Moorpreis dotiert mit 1 Mio US$

Moorbohrung auf Borneo (Foto: Tilmann Silber)

Konsortium um GMC gewinnt

02/02/2018  Für die Moor-Wissenschaftler der Universität Greifswald beginnt der Welttag der Feuchtgebiete (World Wetlands Day 2.2.) mit einem Paukenschlag: Im indonesischen Jakarta vergibt die dortige Regierung den mit 1 Million US-Dollar dotierten Indonesischen Moorpreis (Indonesian Peat Prize) - und die Moor-Wissenschaftler der Universität Greifswald gehören zum Gewinner-Konsortium. „Das ist eine Auszeichnung auf internationalem Niveau und eine Bestätigung und Chance für unsere Forschung, den Schutz und die nachhaltige Nutzung der Moore in Indonesien und weltweit“ sagt Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Joosten, Moor- und Paläoökologe am Institut für Botanik und Landschaftsökologie der Universität Greifswald und Mitbegründer des Greifswald Moor Centrum. In Indonesien forschen er und sein Team seit 2006 zu Treibhausgasen, Entwicklungsgeschichte und Landnutzung von Mooren. Das Land hat wegen intensiver landwirtschaftlicher Nutzung für Palmöl und Papierholz große Probleme. Für diese Monokulturen wurden tropische Moore großflächig trockengelegt. Die Folgen sind Degradierung, Landverlust, extreme Treibhausgasemissionen und verheerende Torfbrände. Diese haben in den letzten Jahren tausende Todesopfer und riesige Schäden im Land und in der gesamten Region verursacht. Die indonesische Regierung bekämpft diese klimaschädigenden Auswirkungen nun mit einem engagierten Programm, zu dem auch der Indonesische Moorpreis gehört. Mehr in der GMC-Pressemitteilung.

 

von NK

Moore für Greifswald - magisch!

Cover "Magie der Moore" (Quelle: Polyband Filmverleih)

GMC-Event zum World Wetlands Day

22/01/2017  Greifswald ist umgeben von 780 ha Mooren und diese können viel leisten für die Stadt: Sie filtern Luft und Wasser, sind Puffer bei Hochwasser, zudem Raum zur Naherholung und bieten sogar Einkommensmöglichkeiten. Darauf macht das Greifswald Moor Centrum anlässlich des internationalen Tages der Feuchtgebiete (World Wetlands Day, WWD) am 2. Februar ab 19:30 Uhr mit kurzer Information und dem Film Magie der Moore im Greifswalder St. Spiritus aufmerksam. Der Eintritt ist frei.

 

von NK

Schilf im Kessel, Torf auf dem Teller

Cover Porstlarte "Moor muss nass!"

GMC-Wanderausstellung im EFMK MoorWelten

12/01/2017  Vom 13. Januar bis 28. Februar 2018 ist die Wanderausstellung Moor, Klimaschutz und Paludikultur des Greifswald Moor Centrum in den MoorWelten (Europäisches Fachzentrum Moor und Klima, EFMK) in Wagenfeld zu sehen. Am 28. Januar bietet die Veranstaltung „Klimaretter Moor“ zusätzlich Vorträge von Fachleuten. Um 15:50 Uhr referiert Susanne Abel (GMC) zu „Moor muss nass: Wie Moore durch Wiedervernässung und Paludikultur zum Klimaschutz beitragen“. Anmeldungen werden erbeten unter 05774/9978220 oder per E-Mail an m.meyer@moorwelten.de.