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Zögern bei #moormussnass wärmt Klima für Jahrhunderte!

Zögern bei #moormussnass wärmt Klima für Jahrhunderte!

GMC-Wissenschaftler warnen in Nature Communications

02/04/2020 Die positiven Klimaeffekte von Moorwiedervernässung werden durch das langfristige Einsparen von Kohlendioxid bestimmt, nicht durch die Freisetzung von Methan. Das zeigt ein Forschungsteam der Universitäten Rostock und Greifswald mit dem Artikel Prompt rewetting of drained peatlands reduces climate warming despite methane emissions in der Fachzeitschrift Nature Communications. Weltweit sei deshalb schnelles Handeln zur Wiedervernässung von Mooren nötig. Je länger damit gewartet werde, desto größer sei der Klimaschaden, so die Wissenschaftler.
Zu diesem Ergebnis kommt das Team des WETSCAPES-Projektes durch die Analyse der weltweit einzigartigen Datensammlung zu Moorflächen und Landnutzung in der Global Peatland Database des Greifswald Moor Centrum. Auf dieser Grundlage untersuchten die Wissenschaftler*innen in einer Simulation die Auswirkungen verschiedener Nutzungsszenarien und berechneten Menge und Klimawirkung der einzelnen abgegebenen Treibhausgase in der Atmosphäre in Jahresschritten bis zum Jahr 2100.

Moore und GAP

Moore und GAP

Neues Positionspapier im digitalen Kontakt

24/03/2020 Anstatt sich heute mit Mitgliedern des Europäischen Parlaments zu treffen - eine der vielen Veranstaltungen, die wegen der aktuellen Corona-Pandemie abgesagt wurden - verteilte GMC zusammen mit vielen Partnern ein neues Positionspapier über Moore und die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der EU. Hauptziel ist es, die neuen Umweltziele der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach 2020 zu erleichtern und Kohärenz zwischen Agrar- und Klimapolitik zu schaffen, indem die Erhaltung kohlenstoffreicher Böden durch den Schutz von Mooren gesichert und gefördert wird. Das Papier fasst den aktuellen Wissensstand zusammen und listet Lösungen und Empfehlungen auf. Es wurde zusammen mit mehr als 20 Forschungseinrichtungen und NGOs aus der ganzen EU zusammengestellt. Die Veranstaltung im Europäischen Parlament, die von MEP Peter Jahr und MEP Michal Wiezik ausgerichtet und gemeinsam vom Greifswald Moor Centrum (GMC), dem Interdisziplinären Forschungszentrum Ostseeraum (IFZO), der National University of Ireland Galway und Wetlands International organisiert werden sollte, kann hoffentlich noch in diesem Jahr nachgeholt werden.

Paludi + Design

Paludi + Design

Workshop von GMC und Kunsthochschule Halle

01/03/2020 Rohrkolben-Blätter flechten, Samenhaare filzen, Torfmoose kochen – Ende Februar experimentierten 15 Kunst- und Designstudent*innen der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle (die BURG) mit Material aus Paludikultur. Kleine Körbchen, mögliche Sitzgelegenheiten und neuartige Stoffe entstanden bei diesem ersten Workshop in Kooperation des Greifswald Moor Centrum mit der Kunsthochschule. Für die Gestalter*innen sind die nachhaltigen Rohstoffe interessant, weil sie weitgehend neu und zugleich klimafreundlich sind. Die Wissenschaftler*innen des GMC sehen die Kooperation als Chance für neue Ideen mit Schick und durchdachten Herstellungsketten für Paludikultur-Produkte.
In einem öffentlichen Vortrag hatte das GMC einen Einstieg in die vielfältige Welt der nassen Moorlandschaften und die Nutzung dortiger nachwachsender Rohstoffe gegeben.

        

World Wetlands Day 2020

World Wetlands Day 2020

Poster WWD 2020

3x Moor zum Mitmachen und Erleben

03/02/2019 Anlässlich des weltweiten Tages der Feuchtgebiete (World Wetlands Day, WWD) bot das Greifswald Moor Centrum am Samstag 1. Februar 2020 dreimal „Mitmachen und Erleben“ rund um Moore. Menschen in der Region hatten so die Gelegenheit, sich zu Mooren zu informieren und zu deren Erhalt beizutragen. Denn Moore sind für die globale Artenvielfalt und den Klimaschutz wichtig, jedoch von Zerrstörung bedroht. Etwa 30 freiwillige Helfer legten am Samstag, den 1. Februar Hand an bei der Mitmach-Aktion im Mannhagener Moor zwischen Greifswald und Stralsund. Es galt dort Gehölz zu schneiden und zu entfernen, um Lebensraum zu schaffen für Wollgras, Sonnentau oder dem seltenen Perlmuttfalter. Die Mitmachaktionen im Mannhagener Moor, einer Fläche in Verantwortung der Succow Stiftung, tragen dazu bei, das Moor wieder zu einem intakten Biotop zu entwickeln. Zu einer ca. dreistündigen kostenfreine Führung lud die Succow Stiftung am gleichen Tag auf die Karrendorfer Wiesen. Entlang des Fahrdamms konnten ca. 40 Besucher tausende Reiher und Bergenten auf dem Kooser See sehen, erste Trupps Eisenten vor der Insel Koos oder auch Gänse auf dem Salzgrasland. Die Wanderausstellung "Moor-, Klimaschutz und Paludikultur" des Greifswald Moor Centrum wurde am 1. Februar offiziell im Kreidesaal des Nationalparkzentrums Königsstuhl eröffnet. Sie erklärt, warum intakte Moore Klimaretter sind und wie sie sich nachhaltig nutzen lassen, und ist dort bis Ende März zu sehen.

 

Viel zu Verwertung in der Praxis

Viel zu Verwertung in der Praxis

Kostenfreier Info-Tag von MoKli am 18.3.

28/01/2019 Zu einem kostenfreien Infotag über Verwertungsmöglichkeiten von Biomasse von wiedervernässten Moorflächen laden die Partner im Projekt Moor und Klimaschutz (MoKli), das Greifswald Moor Centrum (GMC) und der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL), am 18. März ins Hamme Forum in Ritterhude bei Bremen. Von 10-16 Uhr bieten Unternehmer und Wissenschaftler Beispiele zur Verwertung von Schilf, Seggen, Rohrkolben und Torfmoos sowie Möglichkeiten zum Gespräch. Der Infotag richtet sich an Landwirte, Flächenagenturen und -eigentümer, Investoren, Unternehmer, Verbände und Verwaltung. Hier das ausführliche Programm. Anmeldung sind bis spätestens 13. März möglich per E-Mail an sekretariat@lpv.de.

 

Moore auf der COP25

Moore auf der COP25

Peatland panel at COP25 (Photo: J. Peters)

Resümee: Thema gesetzt, Handlungsbedarf riesig

13/12/2019  Am 13. Dezember war die Weltklimakonferenz in Madrid nach zähen Verhandlungen zu Ende. Das Resümee der Moor- und Klimaschützer*innen des Greifswald Moor Centrum vor Ort: Nicht zufriedenstellend bis ernüchternd. Dabei waren die Themen Moor- und Klimaschutz, Restaurierung und nachhaltige Nutzung im Rahmenprogramm der Konferenz mehr als bisher präsent. Das GMC hatte am Eröffnungstag das Side event „Kartierung, Monitoring und klimafreundliches Management von Mooren“ gemeinsam mit der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), der Japanischen Agentur für Internationale Zusammenarbeit (JICA) und dem Global Environmental Centre (GEC) aus Malaysia organisiert. Am 4. Dezember stellte ein Thementag im Indonesischen Länderpavillion das klimafreundliche Moormanagement insbesondere in tropische Breiten in den Mittelpunkt. Am 5. Dezember präsentierte sich die Global Peatlands Initiative, deren Gründungsmitglied das GMC ist, im Deutschen Länderpavillon. International sehen Politiker wie auch Vertreter von NGOs nasse und wiedervernässte Moore als effiziente naturbasierte Lösung zum Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel.