Aktuelles
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2026
von Berit Krondorf (Kommentare: 0)
Fentastisch!
Förderung für GMC
08/07/2026 Im Rahmen einer auswärtigen Kabinettssitzung der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern mit Vertreter*innen der Bundesregierung in der Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommerns beim Bund in Berlin am 7. Juli 2026 haben Bundesumweltminister Carsten Schneider und Ministerpräsidentin Manuela Schwesig einen Förderbescheid zum Ausbau der Moorforschung an die Universität Greifswald übergeben. Seit Juli 2026 fördert das Bundesumweltministerium das Forschungsvorhaben mit insgesamt rund 14 Millionen Euro. Die Förderung schafft die Grundlage für die Weiterentwicklung der Moorforschung sowie den Aufbau des Greifswald Moor Instituts (GMI). Mehr in der Pressemitteilung des Bundesumweltministeriums und der Pressemitteilung der Universität Greifswald.
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Paludikultur-Newsletter 2/2026
Jetzt lesen!
06/07/2026 Die neue Ausgabe des Paludikultur-Newsletters ist raus.
Die Themen dieser Ausgabe:
• Erfrischend: Moore und Bier
• Doppelter Klimavorteil: Moor und PV
• Interview zu Mücken, Moor und Mythen
Weitere Inhalte sind unter anderem: ein neues Infopapier zur Bedeutung von Mooren und Wasserressourcen, Informationen zur aktuellen Workshopreihe für Fachinteressierte und das Aftermovie der Konferenz RRR2025.
Der Newsletter wird vom Projekt PaludiZentrale bereitgestellt und finanziell unterstützt durch das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR).
Mehr Themen und aktuelle Termine im Veranstaltungskalender
Wir sind gerne in Kontakt mit unseren Lesern. Welche Themen können wir im Paludikultur-Newsletter aufnehmen, welches Feedback haben sie an uns? Gerne per E-Mail schreiben an communication@greifswaldmoor.de.
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Erste Paludi-Summer School
Torf unter den Fingernägeln, neue Ideen im Kopf
29/06/2026 20 Nachwuchswissenschaftler*innen aus Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz, davon viele aus PaludiNetz-Projekten, kamen im Juni für zehn Tage zur ersten Paludikultur Summer School zusammen. Diese wurde organisiert vom Projekt PaludiZentrale, einer Zusammenarbeit zwischen dem Thünen-Institut sowie der Universität Greifswald und der Michael Succow Stiftung, beide Partner im Greifswald Moor Centrum.
Zwischen dem Beginn der Summer School in Braunschweig und dem Ende in Greifswald erwartete die Teilnehmenden ein vielfältiges Programm entlang eines breiten Spektrums paludikulturrelevanter Themen. Den Kern bildeten die Grundlagen organischer Böden, Moorhydrologie, Biodiversität, Treibhausgasmessungen sowie die sozioökonomischen und technischen Aspekte der Paludikultur. Ergänzt wurden die theoretischen Einheiten durch Laborbesuche und Exkursionen, die zahlreiche Gelegenheiten boten, das Gelernte durch Anschauung zu vertiefen oder direkt in die Praxis umzusetzen. Zusätzlich ermöglichte die Postersession einen intensiven Austausch unter den Teilnehmenden, aber auch mit Forschenden des Thünen-Instituts, die an der Präsentation der Forschungsarbeiten teilnahmen (Link zu den Interviews). So verließen die Teilnehmenden die Summer School nicht nur mit Torf unter den Fingernägeln, sondern auch mit vielen neuen Fragen zur optimalen Platzierung von Eddy-Kovarianz-Messtürmen und den Herausforderungen hydraulischer Leitfähigkeitsmessungen.
Die Exkursionen führten zu einer Vielzahl von Standorten innerhalb des PaludiNetzes. Zu den Höhepunkten gehörten der Besuch bei MOOSland mit der Beobachtung einer Torfmoosernte und bei RoNNi, wo die Vorbereitungen für die Pflanzung von Rohrkolben in vollem Gange waren. Ergänzt wurde dieses durch die Schilfkulturen des Projekts PaludiMV und einem etablierter Rohrkolben-Anbaustandort in Neukalen sowie mehrere Flächen des Moorboden-Monitorings (MoMoK). Den Abschluss bildete ein naturnahes Niedermoor im Peenetal, ein potenzieller zukünftiger Lebensraum für Umsiedlungsmaßnahmen des Seggenrohrsängers. Die Exkursionen machten die Inhalte aus Seminarraum und Labor greifbar und zeigten die Vielfalt der Ansätze, die derzeit im Bereich der Paludikultur entwickelt und erprobt werden.
Neben dem fachlichen Programm blieb viel Raum für lebhafte Diskussionen, interaktive Spiele, Rollenspiele zum Perspektivwechsel, einen Besuch der Moorbibliothek sowie zahlreiche gemeinsame Aktivitäten. Darüber hinaus wurden die Teilnehmenden eingeladen, kreativ über die Zukunft der Paludikultur nachzudenken und ihre Hoffnungen, Träume und Visionen für mögliche „Paludi Futures“ zu teilen. Die Ideen reichten von innovativen Wertschöpfungsketten für Paludi-Biomasse mit magischen Sortiermaschinen über groß angelegte, immersive Paludikultur-Parks und revolutionäre lokale Infrastrukturen bis hin zur stärkeren Verankerung der Paludikultur im gesellschaftlichen Bewusstsein mit der „Paludi-Barbie“ in Watstiefeln. Andere Visionen betrachteten die Zukunft der Moore sogar aus der Perspektive einer Libelle. Auf ihre Weise war die Summer School damit selbst ein erster Schritt in Richtung dieser Zukunftsvisionen. Durch das Zusammenbringen von Fachwissen, Neugier und Leidenschaft aus unterschiedlichen Universitäten, Organisationen und Ländern entstanden neue Netzwerke, frische Ideen und spannende Kooperationen. Es wurden Freundschaften geschlossen, Perspektiven erweitert und eine neue Generation von Moorfachleuten ging mit neuer Motivation und Optimismus für die zukünftige Entwicklung der Paludikultur zurück nach Hause.
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Wer von Dürre spricht, muss über Wasser reden
Neues Informationspapier des GMC
28/06/2026 Nasse und wiedervernässte Moore leisten einen wichtigen Beitrag, um Landschaften widerstandsfähiger gegenüber zunehmenden Trockenperioden und Extremwetterereignissen zu machen. Zwar bleiben die Niederschlagsmengen insgesamt ähnlich wie bislang, aber sie sind ungleicher verteilt. Extremwetterereignisse wie Starkregen und lange trockene Perioden nehmen zu.
Wie Moore den Landschaftswasserhaushalt regulieren, welche Faktoren ihre Wasserspeicherfähigkeit bestimmen und welche Rolle Wiedervernässung für Hochwasser- und Klimaschutz spielt, wird in einem aktuellen Infopapier näher erläutert. Darin wird auch aufgezeigt, unter welchen Bedingungen Wiedervernässung erfolgreich umgesetzt werden kann und welche Herausforderungen bestehen.
Für den Klimaschutz ist die Wiedervernässung zentral: Um das Ziel der Netto-Null-Emissionen bis 2045 zu erreichen, müssten jährlich etwa 80.000 Hektar Moor wiedervernässt werden. Entscheidend ist dabei insbesondere der Rückbau künstlicher Entwässerungssysteme.
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Ein Jahr in Mooren
Komm mit nach Melow!
17/06/2026 Jeden Monat entdecken wir gemeinsam Moore in unterschiedlichem Zustand - naturnah, genutzt, degradiert oder wiedervernässt. Dabei geht es um Biodiversität, Nutzungsgeschichte, Klimaschutz und Renaturierung. Am 5. Juli geht die Exkursion ins Moor auf Melow. Das ist von außen unscheinbar, im Inneren überraschend vielfältig: Schilf, Blüten, seltene Arten und unterschiedliche Moortypen erwarten euch auf dieser Exkursion durch Ried und Röhricht. Wo der Weg endet, ist nicht immer klar – genau das macht den Reiz aus. Zum Abschluss gibt es ein gemeinsames Picknick unter dem Weißdorn auf der Halbinsel Melow.
🔹Sonntag, 05. Juli | 10:00–13:00
🔹Treffpunkt: Parkplatz am Sportfischerverein Zarrendorf (bitte Fahrgemeinschaften bilden)
🔹Leitung: Carl Barnick, Andreas Haber@succowstiftung)
🔹Mitbringen: Gummistiefel, Picknick, Neugier – und keine Angst vor Wildschweinen.
Hier gibt es mehr Informationen zu 1 Jahr in Mooren und der Anmeldung.
von Berit Krondorf (Kommentare: 0)
EDELNASS Workshop
3 Jahre Forschung zu Nasswiesenbiomasse
16/06/2026 Was lässt sich aus Nasswiesenbiomasse herstellen – und wie können daraus tragfähige Wertschöpfungsketten entstehen? Nach drei Jahren Forschung stellt das EDELNASS-Projekt seine Ergebnisse dazu vor.
Beim Abschluss-Workshop am 23. Juni 2026 am Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie dreht sich alles um die Nutzung von Nasswiesenbiomasse für Papier, Basischemikalien und weitere biobasierte Produkte. Forschende präsentieren ihre Erkenntnisse und diskutieren gemeinsam mit Praxisakteuren, welche Chancen und Herausforderungen für die zukünftige Nutzung nasser Moor- und Feuchtgebietsbiomasse bestehen. Neben den Projektergebnissen stehen insbesondere der Austausch und der Blick nach vorn im Mittelpunkt: Welche nächsten Schritte braucht es, damit innovative Produkte und Wertschöpfungsketten aus nasser Biomasse den Sprung in die Praxis schaffen?
Die Veranstaltung beginnt um 11 Uhr (Empfang ab 10 Uhr) und endet um 16 Uhr. Im Anschluss können Interessierte Labore und Anlagen des ATB besichtigen. Eine Teilnahme ist sowohl vor Ort als auch online möglich. Weitere Informationen und Anmeldung: Online Formular
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Moor in mehr Munde
GMC verkostet kreative Braukunst.
10/06/2026 Moor in mehr Munde – welcher Moorpassionierte wollte das nicht? Die Moorbiere der Deutschen Meisterschaft der Hobbybrauer der Störtebeker Braumanufaktur haben einige Moorforschende des Greifswald Moor Centrum daher gerne als Jury verkostet. Bei Geschmäckern und Farben von moorig dunkel bis sumpfdotterblumengelb, war es nicht leicht das Gewinnerbier zu bestimmen! Die Moor&Bier-Kombi ist nicht nur erfrischend. Sie macht es möglich, viele Menschen ungezwungen auf Moore aufmerksam zu machen. Natürlich träumen wir am GMC davon, die „botanicals“ am besten in wiedervernässten Mooren anzubauen, also Felder von Paludikulturen von Gagelstrauch und Moorbirken für den Serienbrau von leckeren Moorbieren. Aber noch gilt: Achtung! Für den Brauwettbewerb haben wir die pflanzlichen Zutaten aus dem Moor mit einer besonderen Genehmigung gesammelt. Besonders in intakten Mooren, die oft unter Naturschutz stehen, darf man Pflanzen nicht pflücken und entnehmen! Mehr Erfahrung zum Moorbierbrauen aus ersten Händen – oder Fässern – gibt es bei der Siegerehrung am 5. September in Stralsund. Bis dahin -Prost!
von Berit Krondorf (Kommentare: 0)
RRR2025 - Aftermovie
Jetzt angucken!
02/06/2026 Genau der richtige Zeitpunkt: Zum International Peatland Day gibt es den offiziellen Aftermovie zur Internationalen RRR Conference 2025. Ein Film über 350 Teilnehmende, 84 Präsentationen, ein gemeinsames Thema - der nachhaltigen Nutzung von Mooren, also Paludikultur.
Der Aftermovie zur RRR2025-Konferenz hat Stimmen aus Ländern Europas, Afrika und den USA eingefangen, die die unterschiedlichen Entwicklungsstände und Potenziale zeigen:
Lorna Parker aus dem Vereinigten Königreich berichtet zum bisher experimentellen Charakter dort und dem beginnenden Rohrkolben-Anbau im Great Fen. Leonard Akwany aus Kenia sieht Paludikultur dort noch in den Anfängen, aber auch große Potenziale für Wasser- und Klimaschutz und den Vorteil, auf europäische Erfahrungen bauen zu können.
Prof. Christian Fritz aus den Niederlanden betont die Stärke von Paludikultur, effektiven Klimaschutz mit wirtschaftlicher Nutzung, Vorteilen für den Wasserhaushalt und das Mikroklima zu verbinden. Wissensvermittlung, wirtschaftliche Anreize und Kooperationen zwischen verschiedenen Akteursgruppen hält er für entscheidend für die weitere Implementierung.
Prof. Harald Grethe aus Deutschland schätzt, dass die Transformation hin zu großflächiger Wiedervernässung und Paludikultur die nächsten 15 bis 25 Jahre in Anspruch nehmen wird. Wiedervernässungen mit erneuerbaren Energien zu verknüpfen sowie den intensiven Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis schätzt er dafür als zentral ein.
Orion Blake, Landwirt aus den USA, berichtet über seine Erfahrungen mit nasser Bewirtschaftung im Walkill River Valley. Angesichts von Bodensackungen und zunehmenden Überschwemmungen sieht er in der Paludikultur eine zukunftsfähige Lösung, stößt jedoch auf große Widerstände. Doch mit seinem eigenen Betrieb demonstriert er bereits seit mehreren Jahren, wie sich solche Ansätze lokal und praktisch umsetzen lassen.
Von der Nische fast zum Trend - wie sich Paludikultur in den letzten zehn Jahren entwickelt hat und in Zukunft bestmöglich skaliert werden kann, darüber gibt GMC-Leiterin Franziska Tanneberger einen Einblick. Für sie haben die RRR-Konferenzen seit 2013 einen Beitrag dazu geleistet, indem sie Akteurinnen und Akteure weltweit vernetzt und den Austausch gefördert haben.
Aktuelle nationale Förderentscheidungen wie die Palu-Richtlinie verleihen dem Thema Paludikultur zusätzlichen Auftrieb. Die RRR-Veranstalter Greifswald Moor Centrum und Thünen-Institut sind daher zuversichtlich, auch 2028 wieder Akteurinnen und Akteure aus Wissenschaft, Praxis und Politik zusammenzubringen, um Wissen zu teilen, Netzwerke zu stärken und konkrete Wege für Wiedervernässung und produktive nasse Landnutzung der Moore gemeinsam zu entwickeln.
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Kein Anschluss für Moor-PV?
GMC warnt vor EEG-Änderung
01/06/2026 Moor-Photovoltaik könnte ihren Sonderstatus verlieren: Der aktuelle Referentenentwurf zur EEG-Novelle sieht vor, die Privilegierung von Moor-PV-Anlagen zu streichen. Das Greifswald Moor Centrum hält das für ein falsches Signal zur falschen Zeit.
In einer aktuellen Stellungnahme weist das GMC darauf hin, dass Moor-PV einen wichtigen Anreiz für die Wiedervernässung von Mooren schafft. Die Verbindung von Klimaschutz und erneuerbarer Energieerzeugung kann dazu beitragen, Treibhausgasemissionen aus entwässerten Moorböden zu senken und gleichzeitig neue wirtschaftliche Perspektiven für die Flächennutzung zu eröffnen.
Fällt die Privilegierung weg, könnten Wiedervernässungsprojekte an Schwung verlieren. Gleichzeitig droht, dass Photovoltaikanlagen weiterhin auf entwässerten Moorböden errichtet werden und weitere klimaschädigende Emissionen entstehen, während Chancen für Klima-, Arten- und Moorschutz ungenutzt bleiben. Das GMC spricht sich deshalb dafür aus, Moor-PV als besonders förderwürdige Technologie im EEG zu erhalten.
Eine fundierte Recherche zum Thema gibt es bei klimareporter: Reiche stellt dem Moorschutz den Strom ab
Die vollständige Stellungnahme zum Referentenentwurf EEG steht ebenfalls online zur Verfügung.
von Berit Krondorf (Kommentare: 0)
PhotoVoice im Ammerland
Mach mit!
28/05/2026 Du machst gerne Fotos und teilst deine Bilder und Gedanken zu Moor gerne? Dann haben wir im Landkreis Ammerland jetzt das richtige Angebot für dich: Das interaktive Foto-Projekt „Begegnungen mit dem Moor“ im Projekt #MOOSland lädt herzlich ein, die Vielfältigkeit der Moore fotografisch und erzählerisch festzuhalten - mit mehreren Events über drei Monate.
Melde dich bis zum 7. Juni (unter folgenden Link: https://survey.academiccloud.de/f/757768?lang=de) für unsere Auftaktveranstaltung an und werde Teil unseres spannenden Forschungsprojekts zu einer nachhaltigen Zukunft für Mensch und Moor.
Das interaktive Foto-Projekt mit dem Titel "Begegnungen mit dem Moor" ist Teil des Verbundprojektes MOOSland . Es erkundet, was Menschen im Ammerland mit dem Moor verbinden und wo sie diesem begegnen. Über zwei Wochen hinweg halten die Teilnehmenden ihre Bilder vom Moor fest und tauschen sich anschließend darüber aus. Die Teilnahme ist kostenlos.
Mehr Informationen gibt es im Flyer zum Projekt.
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Save the Date: Paludikultur Tagung in Niedersachsen
Nasse Moornutzung im Fokus
22/05/2026 Save the Date: Am 5. Oktober 2026 laden das LivingLab Teufelsmoor und die PaludiZentrale zur Tagung „Nasse Moornutzung in Niedersachsen – Potenziale der Paludikultur und Synergien von Nutzung und Naturschutz“ nach Ritterhude ein.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich Moorboden- und Klimaschutz mit Wertschöpfung verbinden lassen und welche Synergien – aber auch Zielkonflikte – zwischen Klima-, Natur- und Gewässerschutz bestehen.
Die Veranstaltung bringt Akteur*innen aus Behörden, Politik, Verbänden, Praxis und Forschung zusammen, um aktuelle Erkenntnisse, Herausforderungen und Perspektiven der nassen Moornutzung zu diskutieren. Fachliche Impulse sowie Einblicke in Praxiserfahrungen ergänzen den Austausch.
Die Tagung findet von 11:00 bis 18:00 Uhr im Hamme Forum in Ritterhude statt. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Auch Beiträge für die Postersession sind willkommen.
Weitere Informationen folgen in Kürze: https://paludizentrale.de/
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Neue Policy Briefs erschienen
Moorwiedervernässung für Klimaneutralität.
18/05/2026 Das Greifswald Moor Centrum hat neue Policy Briefs veröffentlicht. Unter dem Titel „2026 Policy Briefs: Rewetting drained peat soils supports climate neutrality“ zeigen die Publikationen, wie die Wiedervernässung entwässerter Moorböden Treibhausgasemissionen deutlich reduzieren und nationale sowie europäische Wege zur Klimaneutralität unterstützen kann.
Die Reihe umfasst eine Ausgabe auf EU-Ebene sowie länderspezifische Versionen für Deutschland, Belgien, Finnland, Österreich und Polen. Die Policy Briefs bieten wissenschaftlich fundierte und praxisnahe Einblicke für politische Entscheidungsprozesse und zeigen auf, wie Moorwiedervernässung als naturbasierte Klimaschutzmaßnahme zur Erreichung von Klimazielen beitragen kann.
Die Publikationen richten sich an Politik, Verwaltung und Praxis und liefern kontextspezifische Informationen für unterschiedliche nationale Rahmenbedingungen.
Weitere Informationen und die Policy Briefs finden Sie online: Informationspapiere des GMC
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Aufruf: greenCHEM x Paludi Challenge
Ideen für Paludibiomasse gesucht.
11/05/2026 Forschende, Studierende und Gründungsteams sind eingeladen, sich für die neue „greenCHEM x Paludi Challenge“ zu bewerben. Das Innovationsprogramm unterstützt die Entwicklung neuer Anwendungen und Wertschöpfungsketten für bislang wenig genutzte Paludibiomasse und ihre Nebenströme.
Gesucht werden Ideen für nachhaltige Materialien, chemische Grundbausteine oder skalierbare Prozesse, die dazu beitragen können, klimafreundliche Landnutzung weiterzuentwickeln.
Teilnehmende erhalten Zugang zu Infrastruktur, Laboren, Geräten und Biomasse sowie Unterstützung durch Workshops, Mentoring aus Wissenschaft und Praxis und Möglichkeiten zur praktischen Erprobung und Validierung ihrer Ansätze. Darüber hinaus bietet das Programm Vernetzungsmöglichkeiten innerhalb eines Innovationsökosystems und Unterstützung bei der Weiterentwicklung von Projekten oder der Einwerbung von Fördermitteln.
Bewerbungen sind ab sofort möglich. Bewerbungsschluss ist der 30. Mai 2026.
An der Initiative beteiligt sind neben dem Greifswald Moor Centrum auch die Universität Greifswald, das Technische Universität Berlin, die Humboldt-Universität zu Berlin, die Freie Universität Berlin sowie weitere Partner.
Weitere Informationen und Bewerbungsmöglichkeiten sind online verfügbar.
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Dreh am großen Rad des Moorwissen
beim Wissenschaftstag 2026 in Greifswald
08/05/2026 Beim Wissenschaftstag 2026 am 27. Juni 2026 drehen die Moorforschenden von Universität Greifswald und des Greifswald Moor Centrum am Rad - des Moorwissens - und geben damit Einblicke in ihre Arbeit rund um Moore, Klimaschutz. An einem eigenen Stand zeigen sie, welche Rolle Moore für Klima, Umwelt und Gesellschaft spielen und warum Moorforschung vor Ort aber auch weltweit wichtig ist.
Mehr dazu herausfinden können Besucher*innen bei diesen Aktivitäten von 10-17 Uhr am Berthold Beitz-Platz:
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beim Drehen des großen (Glücks)Rads zu Moorwissens kuriose Moorfacts erfahren und einige Moormythen richtig rücken,
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Moor-Match - herausfinden, aus welcher Moorpflanze welches Produkt werden kann,
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beim Pollenpuzzle und unterm Mikroskop in Jahrtausende Erdgeschichte gucken
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auf der Karte „Moor bei dir?“ das nächstgelegene Nachbarmoor in MV finden
Erworbenes Moorwissen stempeln die Moorforschenden gerne ab. Für ein volles Sammelkärtchen gibt es eine kleine Belohnung.
Der Wissenschaftstag in Greifswald steht 2026 unter dem Schwerpunkt „One Health“ und lädt mit Vorträgen, Führungen und zahlreichen Mitmachaktionen dazu ein, Wissenschaft kennenzulernen und mit Forschenden ins Gespräch zu kommen. Gleichzeitig feiert die Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät ihr 75-jähriges Bestehen.
Weitere Informationen zur Veranstaltung sind online verfügbar.
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Was die GAP der EU für die Paludikultur bedeutet
Potentiell unterstützend, aber noch nicht in vollem Umfang
27/04/2026 Die aktuelle Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) 2023–2027 der Europäischen Union schafft mehr Möglichkeiten für den Schutz, die Wiedervernässung von Mooren sowie für Paludikultur als frühere Förderperioden, wie ein neuer Bericht zeigt. Inwieweit diese Möglichkeiten in der Praxis umgesetzt werden können, hängt jedoch weiterhin davon ab, wie die Mitgliedstaaten den GAP-Rahmen mit ihren nationalen Strategieplänen umsetzen.
Die aktuelle GAP schafft erstmals einen klareren Rahmen für Moore und Paludikultur. Sie legt einen Mindeststandard für den Schutz von Mooren und Feuchtgebieten fest, adressiert die Förderfähigkeit für Direktzahlungen und öffnet die Tür für neue Öko-Regelungen zur Unterstützung der Paludikultur und der Wiedervernässung von Mooren. Darüber hinaus ermöglicht es die bewährte GAP-Toolbox, Paludikultur durch Agrarumwelt- und Klimaprogramme, Investitionsförderung, Zusammenarbeit, Beratung und Schulungen voranzubringen.
Die landwirtschaftliche Förderfähigkeit bleibt eine zentrale Herausforderung für die Paludikultur. Wichtige Paludikulturpflanzen wie Schilf, Rohrkolben und Torfmoos werden nach wie vor als nichtlandwirtschaftliche Erzeugnisse eingestuft. Bislang haben nur sechs der 27 Mitgliedstaaten die neue Ausnahmeregelung umgesetzt, durch die die Förderfähigkeit von landwirtschaftlichen Flächen in solchen Fällen gewahrt werden kann. Eine Fläche mit Nasswiesen-Paludikultur kann zwar weiterhin als Dauergrünland gelten. Doch dieser Status kann verloren gehen, wenn Nichtfutterpflanzen überhandnehmen. Für Landwirt*innen und Landbewirtschaftende führt dies zu anhaltender Unsicherheit, wenn sie einen Übergang zur Paludikultur in Betracht ziehen.
Der Bericht, veröffentlicht im Rahmen des Projekts Paludi4all, schätzt, dass die derzeitige GAP sowie nationale Weichenstellungen dennoch zunehmend förderlich für Moore und die Paludikultur werden. Länder wie Dänemark, Deutschland, Irland, die Niederlande und das Vereinigte Königreich liefern bereits nützliche Beispiele. Sie zeigen, wie verschiedene nationale Instrumente und politische Ansätze innerhalb und über die GAP hinaus zusammenwirken können. Mit Blick auf die Zukunft könnte ein Policy-Mix dazu beitragen, den Übergang zu unterstützen. Dies würde positive Anreize für die Paludikultur und die Ökosystemleistungen von Mooren beinhalten, während die Unterstützung für die entwässerungsbasierte Moornutzung schrittweise auslaufen würde. Zusätzliche Instrumente, wie beispielsweise eine CO₂-Steuer, könnten ebenfalls dazu beitragen, die Planungssicherheit langfristig zu verbessern.
von NK (Kommentare: 0)
Mehr Nass in trockenen Tüchern
Die neue Palu-Richtlinie
17/04/2026 Lang erwartet und heute veröffentlicht bringt die Palu-Richtlinie des Bundesumweltministeriums jetzt Klarheit zu Förderung von Wiedervernässung und nachhaltiger Moorbewirtschaftung. Als Teil des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz soll sie in den kommenden Jahren bundesweit Moorschutz-Maßnahmen in landwirtschaftlich genutzten Mooren fördern. Insgesamt stehen 1,75 Milliarden Euro dafür bereit. Damit bietet das Programm nach Einschätzungen des Greifswald Moor Centrum erstmals eine echte Chance zu einem Durchbruch für skalierten Moorklimaschutz in Deutschland. Ausführlichere Information in der Medieninformation des Umweltministeriums und Einschätzungen in der GMC-Medieninformation.
von Berit Krondorf (Kommentare: 0)
MoorPower erleben
Moor-PV beim EnergieTag MV
14/04/2026 Wie lassen sich Klimaschutz, erneuerbare Energien und regionale Wertschöpfung praktisch verbinden? Antworten gibt das Projekt MoorPower beim EnergieTag MV direkt vor Ort im Gelände. Am 25. April 2026 von 11:00 bis 14:00 Uhr laden Forschende der Universität Greifswald und des Greifswald Moor Centrum zu einer Informationsveranstaltung in ein Niedermoor bei Rostock ein. Treffpunkt ist die Bio-Rind Wellen GmbH in Spoitgendorf (bei Plaaz, A19).
Vor Ort wird eine entstehende Moor-Photovoltaik-Anlage vorgestellt, die Solarenergie mit Wiedervernässung kombiniert und so einen doppelten Klimagewinn ermöglicht. Das Projekt MoorPower untersucht über drei Jahre die technischen, ökologischen und sozioökonomischen Effekte dieses Ansatzes. Wetterfeste Kleidung sowie Gummistiefel oder festes Schuhwerk werden für die Teilnahme im Gelände empfohlen. Weitere Informationen zur Veranstaltung hier: https://www.energietag-mv.de/aktion/wie-sich-klimaschutz-erneuerbare-energien-und-regionale-wertschoepfung-verbinden-lassen-informationsveranstaltung-zu-moor-pv/
von Berit Krondorf (Kommentare: 0)
Frisch raus
Neue Ausgabe des Paludikultur-Newsletters
14/04/2026 Das sind die aktuellen Themen in der frischen Ausgabe des Paludikultur-Newsletter:
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Paludikultur-Projekte – wer macht wo was in Deutschland? Eine Studie hat 146 Projekte aus den vergangenen 25 Jahren für einen Überblick zusammengestellt
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Büffeln für Moor – 70 Interessierte trafen sich beim Workshop zu Wasserbüffelhaltung auf nassen Flächen in Brandenburg
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Türmen für Paludikultur – warum es bald viel mehr Treibhausgasmessungen auf nass genutzten Flächen gibt, erklärt Dr. Christian Brümmer im Interview
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Bis 2045 – wie soll der Pfad zu Moorklimaschutz aussehen bis und nach dem Zieljahr der Klimaneutralität in Deutschland? Ein Workshopbericht
Mehr Themen und aktuelle Termine im Veranstaltungskalender
Wir sind gerne in Kontakt mit unseren Lesern. Welche Themen können wir im Paludikultur-Newsletter aufnehmen, welches Feedback haben sie an uns? Gerne per E-Mail schreiben an communication@greifswaldmoor.de.
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Ein Jahr in Mooren
Exkursion zum Polder Bargischow
11.04.2026 Mit der Exkursionsreihe „Ein Jahr in Mooren“ werden monatlich unterschiedliche Moorstandorte erkundet – von naturnahen über genutzte bis hin zu degradierten und wiedervernässten Flächen. Fachleute vor Ort geben Einblicke in Biodiversität, Nutzungsgeschichte, Klimaschutz und Renaturierung.
Die nächste Exkursion führt am 25. April 2026 von 10:00 bis 12:30 Uhr in den Polder Bargischow Süd. Treffpunkt ist am Schöpfwerk in Bargischow. Die Strecke umfasst etwa vier Kilometer zu Fuß auf Straßen und Schotterwegen.
Vor Ort wird die nasse Bewirtschaftung eines wiedervernässten Niedermoores mit aktivem Wassermanagement vorgestellt. Ziel ist es, zu zeigen, dass eine standortangepasste Nutzung von Mooren mit den Anforderungen des Vogel-, Natur- und Klimaschutzes vereinbar ist und auch großflächig umgesetzt werden kann.
Die Exkursion wird geleitet von Anke Nordt (Universität Greifswald). Die Teilnahme ist kostenfrei und offen für alle Interessierten. Wetterfeste Kleidung und festes Schuhwerk werden empfohlen.
Weitere Informationen sind online verfügbar: Ein Jahr in Mooren - Greifswald Moor Centrum
von Berit Krondorf (Kommentare: 0)
Moore in British Columbia
Kohlenstoff-Riesen versteckt unter Regenwald
10/04/2026 Moore gelten als bedeutende Kohlenstoffspeicher – doch ihre Rolle in den Regenwaldökosystemen wurde bislang wenig untersucht. Eine neue Studie von Forschenden des Greifswald Moor Centrum liefert nun aufschlussreiche Ergebnisse aus den temperaten Regenwäldern der kanadischen Pazifikküste.
Im Rahmen einer Expedition untersuchten Hanna Rae Martens und Jürgen Kreyling gemeinsam mit Vertreter*innen der Organisation Wilderness International geschützte Gebiete in British Columbia. Ziel war es, die Verbreitung von Mooren und deren Beitrag zur Kohlenstoffspeicherung innerhalb der Regenwaldlandschaften zu analysieren.
Die nun veröffentlichten Ergebnisse zeigen: Obwohl Moore nur etwa fünf Prozent der untersuchten Region bedecken – vermutlich eine Unterschätzung –, speichern sie rund 20 Prozent des gesamten Kohlenstoffs dieser Ökosysteme. Damit leisten sie einen überproportional großen Beitrag zum Klimaschutz.
Die Studie unterstreicht die Bedeutung dieser bislang wenig beachteten Ökosysteme und eröffnet neue Perspektiven für Forschung und Schutzmaßnahmen. Weitere Untersuchungen sollen künftig das Potenzial dieser Moore noch genauer erfassen.
Die Publikation ist unter folgendem DOI abrufbar: 10.1038/s41598-026-44791-z
von Berit Krondorf (Kommentare: 0)
Paludikultur - wer, was, wo?
Studie analysiert 146 Projekte in Deutschlandaser
27/03/2026 Das neue Paper „Die Entwicklung der Projektlandschaft zur Paludikultur – Eine Übersicht und Analyse in Deutschland“ zeigt: Von den insgesamt 146 betrachten Projekten aus den vergangenen 25 Jahren starteten erste Vorhaben bereits in den 1990er Jahren – noch bevor der Begriff „Paludikultur“ 1998 geprägt wurde. Mehr als 75 % aller Projekte wurden jedoch in den letzten zehn Jahren umgesetzt, was den wachsenden Stellenwert des Themas unterstreicht.
Die meisten Projekte finden sich in den moorreichen Bundesländern. Mecklenburg-Vorpommern (44 Projekte) und Niedersachsen (41 Projekte) führen die Liste an. Die Themenvielfalt dabei ist groß: Besonders in den Jahren 1995 bis 2010 standen Pflanzenbau und Verwertung im Fokus. Betriebswirtschaftliche Aspekte wurden meist begleitend untersucht, während Fragen zu Planung und Genehmigung bisher unterrepräsentiert sind.
Viele Projekte konzentrieren sich auf spezifische Landnutzungs- und Verwertungsoptionen – etwa Torfmoose und Rohrkolben für die Substratherstellung oder Rohrkolben und Schilf als Baustoff. Gleichzeitig gibt es zahlreiche Projekte, die sich mit einer breiten Palette an Nutzungsmöglichkeiten beschäftigen.
Neben der Publikation in der GMC-Schriftenreihe liegt die vollständige Liste der 146 Projekte als offene Excel-Datei für weitere Arbeiten zum Download bereit. Interessierte können die Autor*innen zudem mit Vorschlägen für weitere Projekte kontaktieren.
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Ganz neu: PaludiBörse online
Biomasse leicht suchen und finden
11/03/2026 Angebot und Nachfrage zu Biomasse aus Paludikulturen bringt die neue Onlineplattform PaludiBörse jetzt zusammen. Sie schafft Transparenz über verfügbare Rohstoffe, Bedarfe und regionale Potenziale für Anbieter und Abnehmer.
Die nachhaltige Nutzung von Biomasse aus wiedervernässten Mooren – also Paludikultur – spielt eine zentrale Rolle für den Klima- und Biodiversitätsschutz. Gleichzeitig ist es in der Praxis oft nicht leicht, passende Partner*innen für Vermarktung oder Verarbeitung zu finden. Die PaludiBörse, entstanden im Rahmen der toMOORow-Initiative und dem Verbundprojekt PaludiAllianz, hilft dabei, diese Lücke zu schließen. Landwirt*innen können ihre verfügbaren Rohstoffe sichtbar machen, Unternehmen gezielt nach geeigneten Qualitäten suchen. Die Plattform erleichtert Vernetzung, reduziert Suchaufwand, schafft Markttransparenz und erleichtert den Aufbau regionaler Lieferketten. Ein Schritt, durch den die nasse Nutzung von Mooren wirtschaftlich tragfähig und ein Beitrag zu Klima- und Biodiversitätsschutz geleistet werden kann.
von Berit Krondorf (Kommentare: 0)
Leidissoo-Moor in Estland
Wieder nass!
18/02/2026 Im Dezember 2025 konnten die letzten Bauabschnitte der Wiedervernässung von Leidissoo-Moorkomplex im Nordwesten Estlands erfolgreich abgeschlossen werden. Ein Film (United for Peatland Protection: Restoration of Estonia’s Leidissoo Peatland) gibt Einblicke in die Umsetzung des Projekts.
Das 2022 gestartete Vorhaben ging nach umfassender Planung- und Genehmigung im Frühjahr 2025 in die Umsetzungsphase über. Die Wiederherstellungsmaßnahmen umfassten das Schließen von rund 100 Kilometern Entwässerungsgräben durch den Bau von mehr als 500 Dämmen. Ziel der Maßnahmen ist es, den natürlichen Wasserhaushalt des Moores wiederherzustellen und damit die ökologischen Funktionen des Ökosystems langfristig zu sichern – insbesondere auch die Klimawirkung. Bereits während der Umsetzung auf einer Fläche von über 800 Hektar waren – begünstigt durch einen außergewöhnlich nassen Sommer – erste Erfolge unmittelbar sichtbar.
Wie geht es weiter?
Im Frühjahr 2026 wird das Forstverwaltungszentrum Estland (RMK) nach der Schneeschmelze und dem Abklingen des Frühjahrshochwassers eine erste Einschätzung des Erfolgs der Wiedervernässung vornehmen. Anschließend folgt ein langfristig angelegtes Monitoring, das die hydrologische und ökologische Entwicklung der wiedervernässten Flächen systematisch erfasst.
Das Leidissoo-Moor ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen und spielt eine zentrale Rolle für den Erhalt naturnaher Moorökosysteme. Die Wiedervernässung leistet einen wichtigen Beitrag zur Reduktion von CO₂-Emissionen aus Moorböden und damit zum Klimaschutz.
Das Schutzgebiet umfasst drei Moorkomplexe – Leidissoo, Sendrisoo und Musa – und vereint alle Moortypen , die für den Westen Estlands typisch sind: Niedermoore, Übergangsmoore und Hochmoore. Es ist artenreich und Lebensraum für seltene Vogel- und Pflanzenarten wie Steinadler, Seeadler, Auerhuhn, Sumpf-Weichorchis, Sparrige Binse und Braunes Schnabelried. Sein besonderer Wert liegt in der Größe des Gebiets und dem Reichtum an Moor- und Waldlebensräumen.
Das beispielhafte Projekt zeigt, dass auch privat finanzierte Klimaschutzprojekte – wie dieses der Succow Stiftung, Partner im Greifswald Moor Centrum, PlanBe, HIT Umweltstiftung und RMK – einen wichtigen Beitrag zur Wiederherstellung von Ökosystemen und zur Erreichung der europäischen Klimaschutzziele leisten können.
von Berit Krondorf (Kommentare: 0)
Paludikultur - how to?
Online-Seminar zu Anbau und Ernte
14/02/2026 Am 26. Februar 2026 bieten FNR und Greifswald Moor Centrum ein weiteres Webinar in der kostenfreien Onlinereihe "Moorbodenschutz und Paludikultur". Von 10.00 – 12.30 Uhr geht es um "Anbau und Erfahrungen mit Paludikulturen: Torfmoose, Nasswiese, Seggen, Rohrkolben".
Inhalt & Fokus
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Anbau verschiedener Paludikulturen: z. B. Torfmoose, Nasswiesenbiomasse
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Technik, Pflege, Ernte – Beispiele aus der Praxis
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Wassersteuerung, maschinelle Bewirtschaftung, Etablierung
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Verarbeitung von Paludibiomasse (z. B. MoorFasern)
Mit dabei:
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„Torfmoos-Paludikultur: Erfahrungen aus 20 Jahren Forschung, Entwicklung und Praxis“
Dr. Greta Gaudig, Universität Greifswald, Projektkoordinatorin MOOSland -
„Kombinierter Klimaschutz: Landnutzung für MoorFasern – Projekt MooReturn“ Ludwig Bork, Landwirt und Geschäftsführer der Agrotherm GmbH
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„Erfahrungswerte aus 20 Jahren nasser Bewirtschaftung“
Frank Havemeyer,Geschäftsführer Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Osterholz e.V.
Besonderheiten
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Interaktives Format mit Raum für Dialog & Diskussion
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Ziel: Austausch, Wissenstransfer und sektorenübergreifende Kooperation
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Einladung an Teilnehmende, eigene Expertise einzubringen und neue Perspektiven zu gewinnen
von Berit Krondorf (Kommentare: 0)
Zum World Wetlands Day:
Ein Jahr in Mooren
2. Februar 2026 Zum Internationalen Tags der Feuchtgebiete am 2. Februar kündigt das Greifswald Moor Centrum eine neue Veranstaltungsreihe an: „Ein Jahr in Mooren“. Jeden Monat ermöglicht eine Exkursion Interessierte, die vielfältige Moorlandschaft in und um Greifswald sowie in Vorpommern zu erkunden.
Im Sommer lassen sich die einzelnen Schwerpunkte wie etwa Biodiversität und Nutzungsgeschichte oder Paludikultur im Gelände erleben. In den Wintermonaten werden die Teilnehmenden beim Arbeitseinsatz warm oder sitzen in der gemütlichen Moorbibliothek.
Hier die anstehenden Termine:
Am 7. Februar heißt es Anpacken im Mannhagener Moor. Gemeinsam räumen wir junge Bäume aus dem Moor, um seltene Arten zu schützen. Für die heiße Suppe in der Mittagspause ist gesorgt.
Am 16. März führt die Exkursion zum „Schatz an der Küste“, dem Polder Drammendorf auf Rügen“ mit viel Info über die Renaturierung und aktuelle Forschung in diesem Küstenmoor.
Am 25. April sehen wir ob sich Moorschutz und -nutzung vereinen lassen. Im Polder Bargischow Süd wird auf nasse Bewirtschaftung (Paludikultur) umgestellt.
Am 9. Mai lässt sich der Klang eines Küstenüberflutungsmoor bei der Beobachtung von Brutvögeln auf den Karrendorfer Wiesen erleben. Neben faszinierenden Vogelstimmen erfahren die Teilnehmenden alles zur Nutzungsgechichte und den dortigen Naturschutzmaßnahmen.
Ob naturnah, genutzt, degradiert oder wiedervernässt – die Exkursionen in Gebiete mit ganz unterschiedlichem Zustand und Funktion. Sie richtet sich an alle interessierten Menschen, sind kostenfrei, erfordern jedoch eine Onlineanmeldung.
Alle Information hier: Ein Jahr in Mooren - Greifswald Moor Centrum
Hintergrund: World Wetland Day
Der weltweite Tag der Feuchtgebiete (World Wetlands Day, WWD) macht seit 1997 jährlich am 2. Februar auf die Bedeutung der Feuchtgebiete, u.a. der Moore, aufmerksam. Am 2. Februar 1971 wurde die Ramsar-Konvention, das internationale Abkommen zum Schutz von Feuchtgebieten, verabschiedet. Seit 2021 ist er ein von den Vereinten Nationen anerkannter Internationaler Tag. Durch Verschmutzung, Entwässerung und Landwirtschaft, Brände sowie Überfischung sind Feuchtgebiete, zu denen auch Moore zählen, weltweit bedroht oder bereits zerstört. Dabei sind sie Garanten für Artenvielfalt und Klimaschutz. Sie bieten den Menschen unter anderem Schutz vor Dürre und Überschwemmungen, reinigen Wasser und regulieren das Mikroklima. In Deutschland sind 95 % der früheren Moore entwässert und heute nicht mehr als solche zu erkennen.
von Berit Krondorf (Kommentare: 0)
Typha Germination
Neue Broschüre
27/01/2026 Andre Jansen wollte herausfinden, wie Typha keimt und was dies für die Zukunft der Paludikultur bedeutet – einer klimafreundlichen Form der Landwirtschaft auf wiedervernässten Mooren. Denn feuchte Landwirtschaft kann zum Schutz der Moore beitragen und gleichzeitig wertvolle Biomasse produzieren!
von NK (Kommentare: 0)
Gut moorig & schwammig
Fachforum beim Zukunftsforum Ländliche Entwicklung auf Grüner Woche
19/01/2026 Wie lässt sich Wasser in der Landschaft halten – das ist Thema des Fachforums Schwammlandschaften und Paludikultur am 21. Januar auf der Grünen Woche. Wasser ist zentral, um Agrarlandschaften widerstandsfähig gegen Auswirkungen der Klimakrise zu machen. Wie Landwirtschaft, Naturschutz und Kommunen dies durch Wässerwiesen, steuerbaren Drainagen, Agroforstsystemen, Humusaufbau oder Moor-Wiedervernässung und Paludikultur erreichen können, dazu bietet das Forum Best practice-Beispiele. Auch Rahmenbedingungen und Übertragbarkeit der Erfahrung aus der Praxis in andere Regionen werden von den Referierenden Corinna Friedrich und Thomas Köhler (DVL), Josef Sedlmeier (Landschaftspflegeverband Regensburg) und Dr. Franziska Tanneberger (Co-Leiterin Greifswald Moor Centrum) erörtert.
Das Fachforum findet von 14:30-16 Uhr in Raum A6 im City Cube statt und ist auch per Livestream zu verfolgen. Es wird veranstaltet vom Deutschen Verbands für Landschaftspflege (DVL) e.V. in Kooperation mit Greifswald Moor Centrum.
von Berit Krondorf (Kommentare: 0)
Paludi Summer School 2026
Nur noch wenige Plätze frei!
10/01/2026 Last chance: Es gibt nur noch wenige Plätze für die neuntägige Paludi Summer School im Juni 2026. Promovierenden und Nachwuchswissenschaftlern die Expertise suchen und sich vernetzen wollen, können sich noch bis zum 31. Januar anmelden.
Die Paludi Summer School findet vom 08. bis 17. Juni 2026 am Thünen-Institut in Braunschweig und am Greifswald Moor Centrum statt. Ziel ist es, den interdisziplinären Austausch zu stärken und die Teilnehmenden sowohl untereinander als auch mit Expertinnen und Experten aus Forschung und Praxis zu vernetzen. Im Mittelpunkt steht das gemeinsame Erarbeiten und Vertiefen von Wissen rund um Paludikultur. Ergänzt wird das Programm durch praktische Aufgabenstellungen, interaktive Workshops und Exkursionen zu Projektflächen, abgerundet durch einige Freizeitaktivitäten, die Raum für Austausch und Vernetzung bieten. Jede teilnehmende Person wird gebeten einen Vortrag zum eigenen Forschungsthema zu halten – eine Gelegenheit, Ideen zu teilen, Feedback zu erhalten und voneinander zu lernen.
Anmeldungen sind über dieses Formular möglich. Die Paludi Summer School wird vom Projekt PaludiZentrale organisiert.
von Berit Krondorf (Kommentare: 0)
Vom Moor zum Markt
LCA für Paludikulturen – wie geht’s?
Greifswald, 7 Januar 2026 Clemens Kleinspehn arbeitet and der Universität Greifswald im Projekt PaludiAllianz daran, die Umweltwirkung über den gesamten Lebenszyklus – eine sogenannte Life Cycle Analysis (LCA) – für ein Paludi-Produkt zu berechnen. In diesem Fall ganz konkret für den Versandkarton der OTTO Group, der zu 10 % aus Biomasse nasser Moore besteht.
Im aktuellen Paludikultur-Interview erklärt er, dass dies vor allem die Grundlage liefert für die wirtschaftliche Konkurrenzfähigkeit von Paludikultur-Produkten. Die Herausforderung dabei: Bisher fehlen in internationalen Ökobilanz-Datenbanken Daten zu Paludikultur-Produkten. Clemens Kleinspehn zeigt nicht nur, wie das Projekt diese Datenlücken schließt, an welchen Konkurrenzprodukten sich die Analyse orientieren kann und auf welche Einflusskategorien wie Wasser- und Energieverbrauch, Biodiversität sowie Treibhausgasemissionen sie sich konzentriert. Er thematisiert auch, wie wichtig die Transparenz der LCA ist, da es keine verbindlichen Standards
Die LCA für den Versandkarton soll nicht nur wissenschaftliche Erkenntnisse liefern, sondern Unternehmen und interessierten Verbraucher*innen eine fundierte Basis für Entscheidungen bieten. „Klimabilanzen sind heute ein wichtiges Kaufkriterium“, betont Kleinspehn. „Unsere Ergebnisse werden veröffentlicht, damit Produzenten und Interessierte Paludikultur-Produkte besser bewerten können.“ Die Analyse wird voraussichtlich in sechs Monaten abgeschlossen sein.
von Berit Krondorf (Kommentare: 0)
PV auf Mooren könnte noch besser sein...
wenn sie nass wären
06/01/2026 Gute Maßnahme, falscher Ort: Mehr Treibhausgasemissionen als durch nachhaltige Energie eingespart – so sieht die Treibhausgasbilanz von Solarenergie auf entwässerten Mooren in Deutschland bislang aus, wie diese neue Studie im Journal Nature zeigt: Greenhouse gas balance of solar parks built on peatlands in Germany.








