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von Berit Krondorf (Kommentare: 0)

Kein Anschluss für Moor-PV?

GMC warnt vor EEG-Änderung

01/06/2026  Moor-Photovoltaik könnte ihren Sonderstatus verlieren: Der aktuelle Referentenentwurf zur EEG-Novelle sieht vor, die Privilegierung von Moor-PV-Anlagen zu streichen. Das Greifswald Moor Centrum hält das für ein falsches Signal zur falschen Zeit.
In einer aktuellen Stellungnahme weist das GMC darauf hin, dass Moor-PV einen wichtigen Anreiz für die Wiedervernässung von Mooren schafft. Die Verbindung von Klimaschutz und erneuerbarer Energieerzeugung kann dazu beitragen, Treibhausgasemissionen aus entwässerten Moorböden zu senken und gleichzeitig neue wirtschaftliche Perspektiven für die Flächennutzung zu eröffnen.
Fällt die Privilegierung weg, könnten Wiedervernässungsprojekte an Schwung verlieren. Gleichzeitig droht, dass Photovoltaikanlagen weiterhin auf entwässerten Moorböden errichtet werden und weitere klimaschädigende Emissionen entstehen, während Chancen für Klima-, Arten- und Moorschutz ungenutzt bleiben. Das GMC spricht sich deshalb dafür aus, Moor-PV als besonders förderwürdige Technologie im EEG zu erhalten.

Eine fundierte Recherche zum Thema gibt es bei klimareporter: Reiche stellt dem Moorschutz den Strom ab
Die vollständige Stellungnahme zum Referentenentwurf EEG steht ebenfalls online zur Verfügung.

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PhotoVoice im Ammerland

Mach mit!

28/05/2026  Du machst gerne Fotos und teilst deine Bilder und Gedanken zu Moor gerne? Dann haben wir im Landkreis Ammerland jetzt das richtige Angebot für dich: Das interaktive Foto-Projekt „Begegnungen mit dem Moor“ im Projekt #MOOSland lädt herzlich ein, die Vielfältigkeit der Moore fotografisch und erzählerisch festzuhalten - mit mehreren Events über drei Monate.

Melde dich bis zum 7. Juni (unter folgenden Link: https://survey.academiccloud.de/f/757768?lang=de) für unsere Auftaktveranstaltung an und werde Teil unseres spannenden Forschungsprojekts zu einer nachhaltigen Zukunft für Mensch und Moor.

Das interaktive Foto-Projekt mit dem Titel "Begegnungen mit dem Moor" ist Teil  des Verbundprojektes MOOSland . Es erkundet, was Menschen im Ammerland mit dem Moor verbinden und wo sie diesem begegnen. Über zwei Wochen hinweg halten die Teilnehmenden ihre Bilder vom Moor fest und tauschen sich anschließend darüber aus. Die Teilnahme ist kostenlos.

Mehr Informationen gibt es im Flyer zum Projekt.

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Save the Date: Paludikultur Tagung in Niedersachsen

Nasse Moornutzung im Fokus

22/05/2026  Save the Date: Am 5. Oktober 2026 laden das LivingLab Teufelsmoor und die PaludiZentrale zur Tagung „Nasse Moornutzung in Niedersachsen – Potenziale der Paludikultur und Synergien von Nutzung und Naturschutz“ nach Ritterhude ein.

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich Moorboden- und Klimaschutz mit Wertschöpfung verbinden lassen und welche Synergien – aber auch Zielkonflikte – zwischen Klima-, Natur- und Gewässerschutz bestehen.

Die Veranstaltung bringt Akteur*innen aus Behörden, Politik, Verbänden, Praxis und Forschung zusammen, um aktuelle Erkenntnisse, Herausforderungen und Perspektiven der nassen Moornutzung zu diskutieren. Fachliche Impulse sowie Einblicke in Praxiserfahrungen ergänzen den Austausch.

Die Tagung findet von 11:00 bis 18:00 Uhr im Hamme Forum in Ritterhude statt. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Auch Beiträge für die Postersession sind willkommen.

Weitere Informationen folgen in Kürze: https://paludizentrale.de/

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Neue Policy Briefs erschienen

Moorwiedervernässung für Klimaneutralität.

18/05/2026  Das Greifswald Moor Centrum hat neue Policy Briefs veröffentlicht. Unter dem Titel „2026 Policy Briefs: Rewetting drained peat soils supports climate neutrality“ zeigen die Publikationen, wie die Wiedervernässung entwässerter Moorböden Treibhausgasemissionen deutlich reduzieren und nationale sowie europäische Wege zur Klimaneutralität unterstützen kann.

Die Reihe umfasst eine Ausgabe auf EU-Ebene sowie länderspezifische Versionen für Deutschland, Belgien, Finnland, Österreich und Polen. Die Policy Briefs bieten wissenschaftlich fundierte und praxisnahe Einblicke für politische Entscheidungsprozesse und zeigen auf, wie Moorwiedervernässung als naturbasierte Klimaschutzmaßnahme zur Erreichung von Klimazielen beitragen kann.

Die Publikationen richten sich an Politik, Verwaltung und Praxis und liefern kontextspezifische Informationen für unterschiedliche nationale Rahmenbedingungen.

Weitere Informationen und die Policy Briefs finden Sie online: Informationspapiere des GMC

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Aufruf: greenCHEM x Paludi Challenge

Ideen für Paludibiomasse gesucht.

11/05/2026  Forschende, Studierende und Gründungsteams sind eingeladen, sich für die neue „greenCHEM x Paludi Challenge“ zu bewerben. Das Innovationsprogramm unterstützt die Entwicklung neuer Anwendungen und Wertschöpfungsketten für bislang wenig genutzte Paludibiomasse und ihre Nebenströme.

Gesucht werden Ideen für nachhaltige Materialien, chemische Grundbausteine oder skalierbare Prozesse, die dazu beitragen können, klimafreundliche Landnutzung weiterzuentwickeln.

Teilnehmende erhalten Zugang zu Infrastruktur, Laboren, Geräten und Biomasse sowie Unterstützung durch Workshops, Mentoring aus Wissenschaft und Praxis und Möglichkeiten zur praktischen Erprobung und Validierung ihrer Ansätze. Darüber hinaus bietet das Programm Vernetzungsmöglichkeiten innerhalb eines Innovationsökosystems und Unterstützung bei der Weiterentwicklung von Projekten oder der Einwerbung von Fördermitteln.

Bewerbungen sind ab sofort möglich. Bewerbungsschluss ist der 30. Mai 2026.

An der Initiative beteiligt sind neben dem Greifswald Moor Centrum auch die Universität Greifswald, das Technische Universität Berlin, die Humboldt-Universität zu Berlin, die Freie Universität Berlin sowie weitere Partner.

Weitere Informationen und Bewerbungsmöglichkeiten sind online verfügbar.

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Dreh am großen Rad des Moorwissen

beim Wissenschaftstag 2026 in Greifswald

08/05/2026 Beim Wissenschaftstag 2026 am 27. Juni 2026 drehen die Moorforschenden von Universität Greifswald und des Greifswald Moor Centrum am Rad - des Moorwissens - und geben damit Einblicke in ihre Arbeit rund um Moore, Klimaschutz.  An einem eigenen Stand zeigen sie, welche Rolle Moore für Klima, Umwelt und Gesellschaft spielen und warum Moorforschung vor Ort aber auch weltweit wichtig ist.

Mehr dazu herausfinden können Besucher*innen bei diesen Aktivitäten von 10-17 Uhr am Berthold Beitz-Platz:

  • beim Drehen des großen (Glücks)Rads zu Moorwissens kuriose Moorfacts erfahren und einige Moormythen richtig rücken,

  • Moor-Match - herausfinden, aus welcher Moorpflanze welches Produkt werden kann,

  • beim Pollenpuzzle und unterm Mikroskop in Jahrtausende Erdgeschichte gucken

  • auf der Karte „Moor bei dir?“ das nächstgelegene Nachbarmoor in MV finden

Erworbenes Moorwissen stempeln die Moorforschenden gerne ab. Für ein volles Sammelkärtchen gibt es eine kleine Belohnung.

Der Wissenschaftstag in Greifswald  steht 2026 unter dem Schwerpunkt „One Health“ und lädt mit Vorträgen, Führungen und zahlreichen Mitmachaktionen dazu ein, Wissenschaft kennenzulernen und mit Forschenden ins Gespräch zu kommen. Gleichzeitig feiert die Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät ihr 75-jähriges Bestehen.

Weitere Informationen zur Veranstaltung sind online verfügbar.

 

von Berit Krondorf (Kommentare: 0)

Was die GAP der EU für die Paludikultur bedeutet

Potentiell unterstützend, aber noch nicht in vollem Umfang

27/04/2026  Die aktuelle Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) 2023–2027 der Europäischen Union schafft mehr Möglichkeiten für den Schutz, die Wiedervernässung von Mooren sowie für Paludikultur als frühere Förderperioden, wie ein neuer Bericht zeigt. Inwieweit diese Möglichkeiten in der Praxis umgesetzt werden können, hängt jedoch weiterhin davon ab, wie die Mitgliedstaaten den GAP-Rahmen mit ihren nationalen Strategieplänen umsetzen.

Die aktuelle GAP schafft erstmals einen klareren Rahmen für Moore und Paludikultur. Sie legt einen Mindeststandard für den Schutz von Mooren und Feuchtgebieten fest, adressiert die Förderfähigkeit für Direktzahlungen und öffnet die Tür für neue Öko-Regelungen zur Unterstützung der Paludikultur und der Wiedervernässung von Mooren. Darüber hinaus ermöglicht es die bewährte GAP-Toolbox, Paludikultur durch Agrarumwelt- und Klimaprogramme, Investitionsförderung, Zusammenarbeit, Beratung und Schulungen voranzubringen.

Die landwirtschaftliche Förderfähigkeit bleibt eine zentrale Herausforderung für die Paludikultur. Wichtige Paludikulturpflanzen wie Schilf, Rohrkolben und Torfmoos werden nach wie vor als nichtlandwirtschaftliche Erzeugnisse eingestuft. Bislang haben nur sechs der 27 Mitgliedstaaten die neue Ausnahmeregelung umgesetzt, durch die die Förderfähigkeit von landwirtschaftlichen Flächen in solchen Fällen gewahrt werden kann. Eine Fläche mit Nasswiesen-Paludikultur kann zwar weiterhin als Dauergrünland gelten. Doch dieser Status kann verloren gehen, wenn Nichtfutterpflanzen überhandnehmen. Für Landwirt*innen und Landbewirtschaftende führt dies zu anhaltender Unsicherheit, wenn sie einen Übergang zur Paludikultur in Betracht ziehen.

Der Bericht, veröffentlicht im Rahmen des Projekts Paludi4all, schätzt, dass die derzeitige GAP sowie nationale Weichenstellungen dennoch zunehmend förderlich für Moore und die Paludikultur werden. Länder wie Dänemark, Deutschland, Irland, die Niederlande und das Vereinigte Königreich liefern bereits nützliche Beispiele. Sie zeigen, wie verschiedene nationale Instrumente und politische Ansätze innerhalb und über die GAP hinaus zusammenwirken können. Mit Blick auf die Zukunft könnte ein Policy-Mix dazu beitragen, den Übergang zu unterstützen. Dies würde positive Anreize für die Paludikultur und die Ökosystemleistungen von Mooren beinhalten, während die Unterstützung für die entwässerungsbasierte Moornutzung schrittweise auslaufen würde. Zusätzliche Instrumente, wie beispielsweise eine CO₂-Steuer, könnten ebenfalls dazu beitragen, die Planungssicherheit langfristig zu verbessern.

von NK (Kommentare: 0)

Mehr Nass in trockenen Tüchern

Die neue Palu-Richtlinie
17/04/2026  Lang erwartet und heute veröffentlicht bringt die Palu-Richtlinie des Bundesumweltministeriums jetzt Klarheit zu Förderung von Wiedervernässung und nachhaltiger Moorbewirtschaftung. Als Teil des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz soll sie in den kommenden Jahren bundesweit Moorschutz-Maßnahmen in landwirtschaftlich genutzten Mooren fördern. Insgesamt stehen 1,75 Milliarden Euro dafür bereit. Damit bietet das Programm nach Einschätzungen des Greifswald Moor Centrum erstmals eine echte Chance zu einem Durchbruch für skalierten Moorklimaschutz in Deutschland. Ausführlichere Information in der Medieninformation des Umweltministeriums und Einschätzungen in der GMC-Medieninformation.

von Berit Krondorf (Kommentare: 0)

MoorPower erleben

Menschen auf einer Moor Photovoltaik Fläche, Bildcredit: Wattmanufaktur

Moor-PV beim EnergieTag MV

14/04/2026  Wie lassen sich Klimaschutz, erneuerbare Energien und regionale Wertschöpfung praktisch verbinden? Antworten gibt das Projekt MoorPower beim EnergieTag MV direkt vor Ort im Gelände. Am 25. April 2026 von 11:00 bis 14:00 Uhr laden Forschende der Universität Greifswald und des Greifswald Moor Centrum zu einer Informationsveranstaltung in ein Niedermoor bei Rostock ein. Treffpunkt ist die Bio-Rind Wellen GmbH in Spoitgendorf (bei Plaaz, A19).

Vor Ort wird eine entstehende Moor-Photovoltaik-Anlage vorgestellt, die Solarenergie mit Wiedervernässung kombiniert und so einen doppelten Klimagewinn ermöglicht. Das Projekt MoorPower untersucht über drei Jahre die technischen, ökologischen und sozioökonomischen Effekte dieses Ansatzes. Wetterfeste Kleidung sowie Gummistiefel oder festes Schuhwerk werden für die Teilnahme im Gelände empfohlen. Weitere Informationen zur Veranstaltung hier: https://www.energietag-mv.de/aktion/wie-sich-klimaschutz-erneuerbare-energien-und-regionale-wertschoepfung-verbinden-lassen-informationsveranstaltung-zu-moor-pv/

von Berit Krondorf (Kommentare: 0)

Frisch raus

Wasserbüffel der Möllmer Seewiesen aus dem BluMo-Projekt; Copyright: LfU; Fotograf Christian Betz

Neue Ausgabe des Paludikultur-Newsletters

14/04/2026  Das sind die aktuellen Themen in der frischen Ausgabe des Paludikultur-Newsletter:

  • Paludikultur-Projekte – wer macht wo was in Deutschland? Eine Studie hat 146 Projekte aus den vergangenen 25 Jahren für einen Überblick zusammengestellt

  • Büffeln für Moor – 70 Interessierte trafen sich beim Workshop zu Wasserbüffelhaltung auf nassen Flächen in Brandenburg

  • Türmen für Paludikultur – warum es bald viel mehr Treibhausgasmessungen auf nass genutzten Flächen gibt, erklärt Dr. Christian Brümmer im Interview

  • Bis 2045 – wie soll der Pfad zu Moorklimaschutz aussehen bis und nach dem Zieljahr der Klimaneutralität in Deutschland? Ein Workshopbericht

Mehr Themen und aktuelle Termine im Veranstaltungskalender

Wir sind gerne in Kontakt mit unseren Lesern. Welche Themen können wir im Paludikultur-Newsletter aufnehmen, welches Feedback haben sie an uns? Gerne per E-Mail schreiben an communication@greifswaldmoor.de.