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Greifswalder Moorstudie

Greifswalder Moorstudie

Das könnten die städtischen Moore leisten!

17/01/2019  Wie ausgedehnt sind die Moore im Greifswalder Stadtgebiet? Welcher Anteil davon ist trockengelegt und welche Emissionen werden dadurch freigesetzt? Wie ließen sie sich durch Wiedervernässung vermindern und wie könnte damit ein Beitrag zum lokalen Klimaschutz geleistet werden? Diese Fragen beantwortet die neue Greifswalder Moorstudie - Emissionsbilanzierung und Handlungsempfehlungen für die Moorflächen im Greifswalder StadtgebietErarbeitet hat diese das Projekt MORGEN, ein gemeinsames Vorhaben von Michael Succow Stiftung, Universität Greifswald und Universitäts- und Hansestadt Greifswald. Klar wird, dass die Stadt Greifswald auf den stadteigenen Moorflächenviel für den Klimaschutz tun kann. Die Moorstudie empfiehlt dafür die Entwicklung und zügige Umsetzung einer städtische Moor-und Klimaschutz-Strategie.

 

Mehr Moos für das GMC

Mehr Moos für das GMC

Neues Mutterpflanzenquartier aufgebaut

17/12/2018 Zwölf Torfmoosarten wachsen jetzt im neu aufgebauten Mutterpflanzenquartier an der Universität Greifswald. Das Projekt MOOSzucht will herausfinden, welche unter hiesigen Bedingungen am wüchsigsten sind. Das ist wichtig, um möglichst hohe Erträge bei der Torfmooskultivierung zu erzielen - und damit möglichst große Mengen an nachwachsender Biomasse als Ersatz für Torf im Gartenbau. Fast 500 Proben von Wildformen hat MOOSzucht in ganz Europa – von Irland bis Estland, von Schweden bis Tschechien und in Georgien – gesammelt als Basis für die Forschungen. Dr. Ulf Hauke, für Moore zuständiger Mitarbeiter am Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, hat sich davon und von vielen weiteren Aktivitäten am Greifswald Moor Centrum am 17.12.18 ein Bild gemacht.

 

Endlich da: Dauerhafte Moorprofessur

Endlich da: Dauerhafte Moorprofessur

Greifswalder Moorforschung wird gestärkt

17/12/2018  Die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns und die Universität Greifswald haben am 17. Dezember die Schaffung einer neuen Professur für Moorforschung / Peatland Sciences vereinbart. Dies stellt die mehr als 200 Jahre alte Greifswalder Moorforschung und die wissenschaftliche Arbeit des Greifswald Moor Centrum für die kommenden Jahrzehnte auf ein verlässliches Fundament. „Die Greifswalder Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beschäftigen sich damit, inwieweit Menschen und Landwirtschaft Moore nutzen können ohne sie dabei auszunutzen. Dieses Engagement wollen wir mit der neuen Professur unterstützen“, begründete Wissenschaftsministerin Birgit Hesse die Entscheidung seitens des Landes MV – einem der moorreichsten Bundesländer in Deutschland. Das Land und die Universität Greifswald finanzieren die neue W3-Professur gemeinsam. Außerdem unterstützen voraussichtlich der Stifterverband der deutschen Wissenschaft und die Michael Succow Stiftung die Finanzierung. Weitere Information in der Pressemitteilung des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur MV und bei der Universität Greifswald.
Im Bild von links nach rechts: Thomas Krüger (SPD-Fraktionsvorsitzender MV), Prof. Dr. phil. Johanna Eleonore Weber (Rektorin der Universität Greifswald), Birgit Hesse (Wissenschaftsministerin MV) u. Dr. Jürgen Buchwald (Staatssekretär für Landwirtschaft u. Umwelt MV) (Foto: H. Lipski)

 

Policy brief für COP24

Policy brief für COP24

Cover policy brief on reporting GHG emissions from organic soils in the EU

Treibhausgas-Berichterstattung zu organischen Böden in der EU

11/12/2018  Genau rechtzeitig für die UNFCCC-Vertragsstaatenkonferenz COP24 hat das Greifswald Moor Centrum zusammen mit Moorkundlern von 7 europäischen Institutionen einen policy brief zur Treibhausgas-Berichterstattung von organischen Böden in der EU herausgebracht. Das Dokument umfasst den politisch-rechtlichen Rahmen, Schwächen in der nationalen Berichterstattung zur Klimarahmenkonvention und Empfehlungen zur Verbesserung. Wir haben den policy brief auf mehreren Veranstaltungen auf der COP24 in Katowice vorgestellt. Er wurde im Rahmen des Projektes INVESTIGATE erstellt, welches von der Europäischen Klimaschutzinitiative (EUKI) des Umweltministeriums (BMU) gefördert wird. Der policy brief wurde von Alexandra Barthelmes (Greifswald Moor Centrum) koordiniert.

 

Moore auf der COP24

Moore auf der COP24

Gegen Moorbrände und für das Klima

10/12/2018  Das Greifswald Moor Centrum organisierte gemeinsam mit Partnern der Global Peatlands Initiative mehrere Veranstaltungen zu Mooren auf dem UN-Klimagipfel 2018 in Katowice. Am 6. Dezember koordinierte das GMC zusammen mit der UN-Umweltorganisation (UNEP) die Veranstaltung „The trace of haze: Peat fires as local and global challenges“ im Pavillon der Deutschen Bundesregierung. Aufgezeigt wurden globale Erfahrungen aus Moorbränden und Koalitionen für Wiedervernässungen wie das Projekt Moorrestauration in Russland. Dieses hatte die UNFCCC 2017 mit dem Preis “Momentum for Change” ausgezeichnet. Am 7. Dezember brachte eine Veranstaltung multilaterale Umweltkonventionen wie die Ramsar-Konvention, CBD, UNCCD und UNFCCC zusammen, die künftige gemeinsame Aktivitäten in Bezug auf Moore verabredeten. Am 11. Dezember machte die Veranstaltung „Stop eating peat“ des Climate Hub Katowice auf Moore aufmerksam. CMok, Wetlands International und GMC hatten diese gemeinsam organisiert. Auch zum Side event „Peatlands and Nationally Determined Contributions (NDC‘s)“ am 12. Dezember trägt das GMC bei. Für mehr Nachrichten zu Mooren auf der COP24 folgen Sie @greifswaldmoor auf twitter.

 

Dreifacher Gewinn: für Klima, Menschen und den Planeten

Dreifacher Gewinn: für Klima, Menschen und den Planeten

Prof. Joosten speaking at the GLF 2018 (A. Piegenschke)

Tropische Moore im Fokus beim Global Landscape Forum

03/12/2018  Tropische Moore waren das Thema bei einer hochrangig besetzten Veranstaltung des Global Landscapes Forum (GLF) am 1. Dezember 2018. Unter dem Titel Protecting Tropical Peatlands Together setzten sich hochrangige Vertreter der Republik Kongo, Indonesiens, Deutschlands und der Ramsar-Konvention gemeinsam für die intensive Erforschung der Tropenmoore, für deren Erhalt und nachhaltiges Management ein. Hervorgehoben wurden die Anstrengungen Indonesiens und der Republik Kongo für Süd-Süd-Kooperationen zu Management, Restauration und Schutz der Moore. Neben H.E. Siti Nurbaya, Indonesiens Ministerin für Umwelt und Forst, und Arlette Soudan-Nonault, Ministerin für Umwelt und Tourismus der Republik Kongo, berichtet auch Prof. Hans Joosten (GMC) zu Prioritäten in Moor-Management. Hier die Aufzeichnung der Veranstaltung.

 

Landwirtschaft + Gewässerschutz

Landwirtschaft + Gewässerschutz

Die Projekte CLEARANCE (Rafael Ziegler) und MORGEN (Christina Lechtape) im Dialog

Bei Greifswald beides verbinden

28/11/2018  Gemeinsam zu überlegen, was für den Fluss Ryck getan werden kann, war Ziel der öffentlichen Veranstaltung "Landwirtschaft & Gewässerschutz – Optionen am Übergang von Fluss und Land" am 28. November von 9-13 Uhr im Rathaus der Universitäts- und Hansestadt Greifswald. Auf Einladung der Projekte CLEARANCE und MORGEN und der Initiative „Sauberer Ryck“ diskutierten Landnutzer und -eigentümer, Vertreter der Verwaltung, Wissenschaftler und interessierte Bürger gemeinsam zu diesen Fragen: Welche Potentiale bestehen für die Verbesserung der Wasserqualität des Ryck? Wie ließe sich eine Umsetzung von Paludikultur, d.h. nachhaltiger Bewirtschaftung nasser Moorflächen, entlang des Ryck fördern? Die Beteiligten erläuterten die mögliche eigene Rolle in Umsetzungsprojekten – eine wichtige Grundlage für konkrete Maßnahmen, die die Wasserqualität verbessern.

 

Neu und animiert: Moor muss nass!

Neu und animiert: Moor muss nass!

szene aus "Moor muss nass!"

Moor für alle in 3 Minuten

26/11/2018  Moore sind nicht unheimlich, sie sind unheimlich wichtig für jeden einzelnen von uns – denn nass sind Moore Klimaretter! Damit das jeder verstehen kann, hat das Projekt MoorDialog den animierten Kurzfilm „Moor muss nass!“ entwickelt. Das komplexe Thema ist darin kompakt erklärt: Weltweit speichern Moore zweimal mehr Kohlenstoff als die gesamte Biomasse aller Wälder der Erde. Sie filtern unser Wasser und bieten seltenen Arten Lebensraum. Doch viele Moore sind durch Entwässerung zerstört oder bedroht. Trocken werden sie für Landwirtschaft genutzt, verursachen jedoch extrem hohe Treibhausgasemissionen. Die Lösung: Wiedervernässung, und dort wo genutzt werden muss Paludikultur, also nasse Bewirtschaftung. Durch diese entstehen klimafreundliche Produkte und auch neue Arbeitsplätze im ländlichen Raum. Das Greifswald Moor Centrum arbeitet u.a. mit diesem Erklärvideo daran, die Bedeutung der Moore für den Klimaschutz in das öffentliche Bewusstsein zu tragen. Auch auf youtube - Teilen erwünscht!

 

Typha-Feldtag bei Anklam

Nicht nur für für Typha-Pioniere

Typha-Ernte (Foto: Tobias Dahms)

Jetzt den 12.12. vormerken!

23/11/2018  Rohrkolben (lat. Typha) auf wiedervernässten Niedermooren - das ist eine ideale Kombination mit vielen Vorteilen: Klimaschutz durch Torferhalt, Gewässerschutz durch Nährstoffrückhalt und nachhaltige Rohstoffgewinnung. Der Anbau ist jedoch im betrieblichen Maßstab noch nicht realisiert, obwohl großes Interesse an der Biomasse für die stoffliche Verwertung besteht. Mit einem weiteren Typha-Feldtag am 12. Dezember in der Nähe von Anklam wollen das Projekt MoorDialog und die Stiftung Wetland Products Ernte-Technik demonstrieren, den Anbau und Management von einer Rohrkolbenkultur diskutieren und die Vorteile weiter bekannt machen. Die Teilnahme bei Demo-Ernte und Vorträgen ist kostenfrei, um Anmeldungen per E-Mail an abels@uni-greifswald.de wird gebeten. Hier das Programm des Typha-Feldtages.

 

Starkes Signal aus Berlin

Starkes Signal aus Berlin

Konferenz „Moor muss nass! Klimaschutz durch Moorschutz“

26/10/2018  “Moor muss nass!“ war die Kernbotschaft der Konferenz zu Moor- und Klimaschutz am 26. Oktober 2018 im Umweltministerium in Berlin. Um bis 2050 die Treibhausgas-Emissionen aus Mooren in Deutschland entsprechend des deutschen Klimaschutzplans und internationalen Verpflichtungen zu minimieren, müssen jährlich etwa 50.000 ha wiedervernässt werden. Ein Großteil der Flächen könnte von einer „trockenen“ in eine „nasse“ Land- und Forstwirtschaft überführt werden. Um das zu erreichen, hat das Projekt Deutscher Moorschutzdialog (MoorDialog) im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative in den letzten drei Jahren viele Akteure zusammengebracht: Landwirte, Wasserwirtschaftler, Naturschützer, Wissenschaftler und Politiker. Bei der Abschlusstagung wurde klar, was in Zukunft nötig ist: eindeutige politische Rahmenbedingungen, finanzielle Anreize und Ausgleiche, mutige Unternehmer, solide wissenschaftliche Begleitforschung. Mehr Informationen finden sich in der Pressemitteilung des BMU

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