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Zur Feier mit uns ins Moor!

Zur Feier mit uns ins Moor!

GMC beim 24 h Online-PeatFest am 31. Mai

04/05/2020 Am 31. Mai tragen Moorliebhaber weltweit - Künstler, Aktivisten, Wissenschaftler und andere - zu einem 24h Online-PeatFest von re-peat.earth bei. Um 12:45 Uhr (MEZ) zeigen die Moor- und Klimawissenschaftler und Naturschützer des GMC ihr Engagement für #Peatlandsmustbewet oder #Moormussnass. Wir bringen Sie zu fünf verschiedenen Mooren, entwässert, restauriert oder sogar neu angelegt als Pilotgebiete für Paludikultur.  Wie lassen sich Typha- und Torfmoose anbauen, Treibhausgase aus entwässerten Fächen messen? Welche Schäden richtet Entwässerung an und lassen sie sich rückgängig machen? Was ist das besondere an Küstenüberflutungsmooren der Boddenküste? Das erklären wir vom GMC.
Außerdem gibt es den 20-minütigen Film von Swantje Furtak über ihr den eigenen Weg zu Moor und Paludikultur. Mit spritzigen Ideen und liebevoll gestalteten Animationen schuf der junge Filmemacher einen unterhaltsamen Kurzfilm - und einen- und einen Weg für andere, um zu verstehen, warum Moore feucht sein müssen. Es gibt keine Chance, etwas zu verpassen - alle Filme werden auch nach dem PeatFest auf unserem Youtube-Kanal verfügbar sein.

Moore in der Bildung

Moore in der Bildung

Anregungen für Planspiel, Exkursion und Moor-WG

04/05/2020 Nur was man kennt, kann man auch schützen. Deshalb ist es so wichtig, schon den Kleinsten zu erklären, was Moore sind und welche Bedeutung sie haben. Tabea Feldmann hat in ihrer Masterarbeit Moore in der Bildung für nachhaltige Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern an der Universität Greifswald eine Status-quo-Analyse durchgeführt, am Beispiel des Mannhagener Moores bei Greifswald die Möglichkeiten der Umsetzung demonstriert und dargestellt, wie Moore in die Rahmenpläne der Schulen berücksichtigt werden können. Der von ihr entwickelte Moorkoffer bietet zahlreiche Anregungen, Kindern, Familien, Schülern und Erwachsenen Moore näher zu bringen. Da Wissenstransfer und Bildung über Moore ein wichtiges Anliegen des Greifswald Moor Centrum ist, stellt es das Material im Rahmen seiner Schriftenreihe nun zur Verfügung.

Aktuelle Moorkarte Deutschlands

Aktuelle Moorkarte Deutschlands

Jetzt zum Download in der GMC-Schriftenreihe

04/05/2020 Aktuelle Informationen über die Verbreitung von Mooren und Anmooren in allen Bundesländern hat das Greifswald Moor Centrum in einer neuen Karte zusammengestellt. Die Aggregierte Karte organischer Böden in Deutschland ist auch als GIS-Daten-Download frei verfügbar. Ihre flächengenauen Daten zu organischen Böden in Deutschland können zum Beispiel für die Planung auch länderübergreifender Klima- und Naturschutzmaßnahmen in Mooren genutzt werden. Die Karte hat das Greifswald Moor Centrum im MoorDialog-Projekt mit Hilfe der zuständigen Verwaltungseinrichtungen der einzelnen Bundesländer zusammengetragen. Sie ist als erstes Band der Greifswald Moor Centrum-Schriftenreihe im Jahr 2020 erschienen.

Zögern bei #moormussnass wärmt Klima für Jahrhunderte!

Zögern bei #moormussnass wärmt Klima für Jahrhunderte!

GMC-Wissenschaftler warnen in Nature Communications

02/04/2020 Die positiven Klimaeffekte von Moorwiedervernässung werden durch das langfristige Einsparen von Kohlendioxid bestimmt, nicht durch die Freisetzung von Methan. Das zeigt ein Forschungsteam der Universitäten Rostock und Greifswald mit dem Artikel Prompt rewetting of drained peatlands reduces climate warming despite methane emissions in der Fachzeitschrift Nature Communications. Weltweit sei deshalb schnelles Handeln zur Wiedervernässung von Mooren nötig. Je länger damit gewartet werde, desto größer sei der Klimaschaden, so die Wissenschaftler.
Zu diesem Ergebnis kommt das Team des WETSCAPES-Projektes durch die Analyse der weltweit einzigartigen Datensammlung zu Moorflächen und Landnutzung in der Global Peatland Database des Greifswald Moor Centrum. Auf dieser Grundlage untersuchten die Wissenschaftler*innen in einer Simulation die Auswirkungen verschiedener Nutzungsszenarien und berechneten Menge und Klimawirkung der einzelnen abgegebenen Treibhausgase in der Atmosphäre in Jahresschritten bis zum Jahr 2100.

Moore und GAP

Moore und GAP

Neues Positionspapier im digitalen Kontakt

24/03/2020 Anstatt sich heute mit Mitgliedern des Europäischen Parlaments zu treffen - eine der vielen Veranstaltungen, die wegen der aktuellen Corona-Pandemie abgesagt wurden - verteilte GMC zusammen mit vielen Partnern ein neues Positionspapier über Moore und die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der EU. Hauptziel ist es, die neuen Umweltziele der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach 2020 zu erleichtern und Kohärenz zwischen Agrar- und Klimapolitik zu schaffen, indem die Erhaltung kohlenstoffreicher Böden durch den Schutz von Mooren gesichert und gefördert wird. Das Papier fasst den aktuellen Wissensstand zusammen und listet Lösungen und Empfehlungen auf. Es wurde zusammen mit mehr als 20 Forschungseinrichtungen und NGOs aus der ganzen EU zusammengestellt. Die Veranstaltung im Europäischen Parlament, die von MEP Peter Jahr und MEP Michal Wiezik ausgerichtet und gemeinsam vom Greifswald Moor Centrum (GMC), dem Interdisziplinären Forschungszentrum Ostseeraum (IFZO), der National University of Ireland Galway und Wetlands International organisiert werden sollte, kann hoffentlich noch in diesem Jahr nachgeholt werden.

Paludi + Design

Paludi + Design

Workshop von GMC und Kunsthochschule Halle

01/03/2020 Rohrkolben-Blätter flechten, Samenhaare filzen, Torfmoose kochen – Ende Februar experimentierten 15 Kunst- und Designstudent*innen der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle (die BURG) mit Material aus Paludikultur. Kleine Körbchen, mögliche Sitzgelegenheiten und neuartige Stoffe entstanden bei diesem ersten Workshop in Kooperation des Greifswald Moor Centrum mit der Kunsthochschule. Für die Gestalter*innen sind die nachhaltigen Rohstoffe interessant, weil sie weitgehend neu und zugleich klimafreundlich sind. Die Wissenschaftler*innen des GMC sehen die Kooperation als Chance für neue Ideen mit Schick und durchdachten Herstellungsketten für Paludikultur-Produkte.
In einem öffentlichen Vortrag hatte das GMC einen Einstieg in die vielfältige Welt der nassen Moorlandschaften und die Nutzung dortiger nachwachsender Rohstoffe gegeben.

        

World Wetlands Day 2020

World Wetlands Day 2020

Poster WWD 2020

3x Moor zum Mitmachen und Erleben

03/02/2019 Anlässlich des weltweiten Tages der Feuchtgebiete (World Wetlands Day, WWD) bot das Greifswald Moor Centrum am Samstag 1. Februar 2020 dreimal „Mitmachen und Erleben“ rund um Moore. Menschen in der Region hatten so die Gelegenheit, sich zu Mooren zu informieren und zu deren Erhalt beizutragen. Denn Moore sind für die globale Artenvielfalt und den Klimaschutz wichtig, jedoch von Zerstörung bedroht. Etwa 30 freiwillige Helfer legten am Samstag, den 1. Februar Hand an bei der Mitmach-Aktion im Mannhagener Moor zwischen Greifswald und Stralsund. Es galt dort Gehölz zu schneiden und zu entfernen, um Lebensraum zu schaffen für Wollgras, Sonnentau oder dem seltenen Perlmuttfalter. Die Mitmachaktionen im Mannhagener Moor, einer Fläche in Verantwortung der Succow Stiftung, tragen dazu bei, das Moor wieder zu einem intakten Biotop zu entwickeln. Zu einer ca. dreistündigen kostenfreine Führung lud die Succow Stiftung am gleichen Tag auf die Karrendorfer Wiesen. Entlang des Fahrdamms konnten ca. 40 Besucher tausende Reiher und Bergenten auf dem Kooser See sehen, erste Trupps Eisenten vor der Insel Koos oder auch Gänse auf dem Salzgrasland. Die Wanderausstellung "Moor-, Klimaschutz und Paludikultur" des Greifswald Moor Centrum wurde am 1. Februar offiziell im Kreidesaal des Nationalparkzentrums Königsstuhl eröffnet. Sie erklärt, warum intakte Moore Klimaretter sind und wie sie sich nachhaltig nutzen lassen, und ist dort bis Ende März zu sehen.

 

Viel zu Verwertung in der Praxis

Viel zu Verwertung in der Praxis

Kostenfreier Info-Tag von MoKli am 18.3.

28/01/2019 Zu einem kostenfreien Infotag über Verwertungsmöglichkeiten von Biomasse von wiedervernässten Moorflächen laden die Partner im Projekt Moor und Klimaschutz (MoKli), das Greifswald Moor Centrum (GMC) und der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL), am 18. März ins Hamme Forum in Ritterhude bei Bremen. Von 10-16 Uhr bieten Unternehmer und Wissenschaftler Beispiele zur Verwertung von Schilf, Seggen, Rohrkolben und Torfmoos sowie Möglichkeiten zum Gespräch. Der Infotag richtet sich an Landwirte, Flächenagenturen und -eigentümer, Investoren, Unternehmer, Verbände und Verwaltung. Hier das ausführliche Programm. Anmeldung sind bis spätestens 13. März möglich per E-Mail an sekretariat@lpv.de.

 

Moore auf der COP25

Moore auf der COP25

Peatland panel at COP25 (Photo: J. Peters)

Resümee: Thema gesetzt, Handlungsbedarf riesig

13/12/2019  Am 13. Dezember war die Weltklimakonferenz in Madrid nach zähen Verhandlungen zu Ende. Das Resümee der Moor- und Klimaschützer*innen des Greifswald Moor Centrum vor Ort: Nicht zufriedenstellend bis ernüchternd. Dabei waren die Themen Moor- und Klimaschutz, Restaurierung und nachhaltige Nutzung im Rahmenprogramm der Konferenz mehr als bisher präsent. Das GMC hatte am Eröffnungstag das Side event „Kartierung, Monitoring und klimafreundliches Management von Mooren“ gemeinsam mit der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), der Japanischen Agentur für Internationale Zusammenarbeit (JICA) und dem Global Environmental Centre (GEC) aus Malaysia organisiert. Am 4. Dezember stellte ein Thementag im Indonesischen Länderpavillion das klimafreundliche Moormanagement insbesondere in tropische Breiten in den Mittelpunkt. Am 5. Dezember präsentierte sich die Global Peatlands Initiative, deren Gründungsmitglied das GMC ist, im Deutschen Länderpavillon. International sehen Politiker wie auch Vertreter von NGOs nasse und wiedervernässte Moore als effiziente naturbasierte Lösung zum Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel.

 

GMC-Förderung erhalten

GMC-Förderung erhalten

NUE unterstützt GMC-Arbeit von Greifswald bis Brüssel

07/12/2019 Für die kommenden zwei Jahre fördert die Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung (NUE) die Entwicklung des Greifswald Moor Centrum. Wissenschaftliche Moor-Expertise soll in ehrenamtliche Organisationen und in die Politik getragen werden. Und das lokal, auf Bundes- wie EU-Ebene und weltweit: Die GMC-Leiterinnen Dr. Franziska Tanneberger und Greta Gaudig konnten kürzlich mit vorpommerschen Landwirten und Naturschützern, Bundeskanzlerin Angela Merkel und EU-Parlamentariern zu den Potentialen von Moor-Klimaschutz sprechen. Zudem gilt es, einen „Generationswechsel Moor“ zu gestalten und das GMC bei personellen Veränderungen stabil und erfolgreich zu halten. Die Universität Greifswald, Partner im GMC, wird ab 2020 mit Unterstützung des Landes Mecklenburg-Vorpommern und des Stifterverbands der deutschen Wissenschaft die deutschlandweit erste dauerhafte Professur für Moorkunde einrichten.