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Save the Date: Paludikultur Tagung in Niedersachsen
Nasse Moornutzung im Fokus
22/05/2026 Save the Date: Am 5. Oktober 2026 laden das LivingLab Teufelsmoor und die PaludiZentrale zur Tagung „Nasse Moornutzung in Niedersachsen – Potenziale der Paludikultur und Synergien von Nutzung und Naturschutz“ nach Ritterhude ein.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich Moorboden- und Klimaschutz mit Wertschöpfung verbinden lassen und welche Synergien – aber auch Zielkonflikte – zwischen Klima-, Natur- und Gewässerschutz bestehen.
Die Veranstaltung bringt Akteur*innen aus Behörden, Politik, Verbänden, Praxis und Forschung zusammen, um aktuelle Erkenntnisse, Herausforderungen und Perspektiven der nassen Moornutzung zu diskutieren. Fachliche Impulse sowie Einblicke in Praxiserfahrungen ergänzen den Austausch.
Die Tagung findet von 11:00 bis 18:00 Uhr im Hamme Forum in Ritterhude statt. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Auch Beiträge für die Postersession sind willkommen.
Weitere Informationen folgen in Kürze: https://paludizentrale.de/
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Neue Policy Briefs erschienen
Moorwiedervernässung für Klimaneutralität.
18/05/2026 Das Greifswald Moor Centrum hat neue Policy Briefs veröffentlicht. Unter dem Titel „2026 Policy Briefs: Rewetting drained peat soils supports climate neutrality“ zeigen die Publikationen, wie die Wiedervernässung entwässerter Moorböden Treibhausgasemissionen deutlich reduzieren und nationale sowie europäische Wege zur Klimaneutralität unterstützen kann.
Die Reihe umfasst eine Ausgabe auf EU-Ebene sowie länderspezifische Versionen für Deutschland, Belgien, Finnland, Österreich und Polen. Die Policy Briefs bieten wissenschaftlich fundierte und praxisnahe Einblicke für politische Entscheidungsprozesse und zeigen auf, wie Moorwiedervernässung als naturbasierte Klimaschutzmaßnahme zur Erreichung von Klimazielen beitragen kann.
Die Publikationen richten sich an Politik, Verwaltung und Praxis und liefern kontextspezifische Informationen für unterschiedliche nationale Rahmenbedingungen.
Weitere Informationen und die Policy Briefs finden Sie online: Informationspapiere des GMC
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Aufruf: greenCHEM x Paludi Challenge
Ideen für Paludibiomasse gesucht.
11/05/2026 Forschende, Studierende und Gründungsteams sind eingeladen, sich für die neue „greenCHEM x Paludi Challenge“ zu bewerben. Das Innovationsprogramm unterstützt die Entwicklung neuer Anwendungen und Wertschöpfungsketten für bislang wenig genutzte Paludibiomasse und ihre Nebenströme.
Gesucht werden Ideen für nachhaltige Materialien, chemische Grundbausteine oder skalierbare Prozesse, die dazu beitragen können, klimafreundliche Landnutzung weiterzuentwickeln.
Teilnehmende erhalten Zugang zu Infrastruktur, Laboren, Geräten und Biomasse sowie Unterstützung durch Workshops, Mentoring aus Wissenschaft und Praxis und Möglichkeiten zur praktischen Erprobung und Validierung ihrer Ansätze. Darüber hinaus bietet das Programm Vernetzungsmöglichkeiten innerhalb eines Innovationsökosystems und Unterstützung bei der Weiterentwicklung von Projekten oder der Einwerbung von Fördermitteln.
Bewerbungen sind ab sofort möglich. Bewerbungsschluss ist der 30. Mai 2026.
An der Initiative beteiligt sind neben dem Greifswald Moor Centrum auch die Universität Greifswald, das Technische Universität Berlin, die Humboldt-Universität zu Berlin, die Freie Universität Berlin sowie weitere Partner.
Weitere Informationen und Bewerbungsmöglichkeiten sind online verfügbar.
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Dreh am großen Rad des Moorwissen
beim Wissenschaftstag 2026 in Greifswald
08/05/2026 Beim Wissenschaftstag 2026 am 27. Juni 2026 drehen die Moorforschenden von Universität Greifswald und des Greifswald Moor Centrum am Rad - des Moorwissens - und geben damit Einblicke in ihre Arbeit rund um Moore, Klimaschutz. An einem eigenen Stand zeigen sie, welche Rolle Moore für Klima, Umwelt und Gesellschaft spielen und warum Moorforschung vor Ort aber auch weltweit wichtig ist.
Mehr dazu herausfinden können Besucher*innen bei diesen Aktivitäten:
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beim Drehen des großen (Glücks)Rads zu Moorwissens kuriose Moorfacts erfahren und einige Moormythen richtig rücken,
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Moor-Match - herausfinden, aus welcher Moorpflanze welches Produkt werden kann,
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beim Pollenpuzzle und unterm Mikroskop in Jahrtausende Erdgeschichte gucken
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auf der Karte „Moor bei dir?“ das nächstgelegene Nachbarmoor in MV finden
Erworbenes Moorwissen stempeln die Moorforschenden gerne ab. Für ein volles Sammelkärtchen gibt es eine kleine Belohnung.
Der Wissenschaftstag in Greifswald steht 2026 unter dem Schwerpunkt „One Health“ und lädt mit Vorträgen, Führungen und zahlreichen Mitmachaktionen dazu ein, Wissenschaft kennenzulernen und mit Forschenden ins Gespräch zu kommen. Gleichzeitig feiert die Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät ihr 75-jähriges Bestehen.
Weitere Informationen zur Veranstaltung sind online verfügbar.
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Was die GAP der EU für die Paludikultur bedeutet
Potentiell unterstützend, aber noch nicht in vollem Umfang
27/04/2026 Die aktuelle Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) 2023–2027 der Europäischen Union schafft mehr Möglichkeiten für den Schutz, die Wiedervernässung von Mooren sowie für Paludikultur als frühere Förderperioden, wie ein neuer Bericht zeigt. Inwieweit diese Möglichkeiten in der Praxis umgesetzt werden können, hängt jedoch weiterhin davon ab, wie die Mitgliedstaaten den GAP-Rahmen mit ihren nationalen Strategieplänen umsetzen.
Die aktuelle GAP schafft erstmals einen klareren Rahmen für Moore und Paludikultur. Sie legt einen Mindeststandard für den Schutz von Mooren und Feuchtgebieten fest, adressiert die Förderfähigkeit für Direktzahlungen und öffnet die Tür für neue Öko-Regelungen zur Unterstützung der Paludikultur und der Wiedervernässung von Mooren. Darüber hinaus ermöglicht es die bewährte GAP-Toolbox, Paludikultur durch Agrarumwelt- und Klimaprogramme, Investitionsförderung, Zusammenarbeit, Beratung und Schulungen voranzubringen.
Die landwirtschaftliche Förderfähigkeit bleibt eine zentrale Herausforderung für die Paludikultur. Wichtige Paludikulturpflanzen wie Schilf, Rohrkolben und Torfmoos werden nach wie vor als nichtlandwirtschaftliche Erzeugnisse eingestuft. Bislang haben nur sechs der 27 Mitgliedstaaten die neue Ausnahmeregelung umgesetzt, durch die die Förderfähigkeit von landwirtschaftlichen Flächen in solchen Fällen gewahrt werden kann. Eine Fläche mit Nasswiesen-Paludikultur kann zwar weiterhin als Dauergrünland gelten. Doch dieser Status kann verloren gehen, wenn Nichtfutterpflanzen überhandnehmen. Für Landwirt*innen und Landbewirtschaftende führt dies zu anhaltender Unsicherheit, wenn sie einen Übergang zur Paludikultur in Betracht ziehen.
Der Bericht, veröffentlicht im Rahmen des Projekts Paludi4all, schätzt, dass die derzeitige GAP sowie nationale Weichenstellungen dennoch zunehmend förderlich für Moore und die Paludikultur werden. Länder wie Dänemark, Deutschland, Irland, die Niederlande und das Vereinigte Königreich liefern bereits nützliche Beispiele. Sie zeigen, wie verschiedene nationale Instrumente und politische Ansätze innerhalb und über die GAP hinaus zusammenwirken können. Mit Blick auf die Zukunft könnte ein Policy-Mix dazu beitragen, den Übergang zu unterstützen. Dies würde positive Anreize für die Paludikultur und die Ökosystemleistungen von Mooren beinhalten, während die Unterstützung für die entwässerungsbasierte Moornutzung schrittweise auslaufen würde. Zusätzliche Instrumente, wie beispielsweise eine CO₂-Steuer, könnten ebenfalls dazu beitragen, die Planungssicherheit langfristig zu verbessern.
von NK (Kommentare: 0)
Mehr Nass in trockenen Tüchern
Die neue Palu-Richtlinie
17/04/2026 Lang erwartet und heute veröffentlicht bringt die Palu-Richtlinie des Bundesumweltministeriums jetzt Klarheit zu Förderung von Wiedervernässung und nachhaltiger Moorbewirtschaftung. Als Teil des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz soll sie in den kommenden Jahren bundesweit Moorschutz-Maßnahmen in landwirtschaftlich genutzten Mooren fördern. Insgesamt stehen 1,75 Milliarden Euro dafür bereit. Damit bietet das Programm nach Einschätzungen des Greifswald Moor Centrum erstmals eine echte Chance zu einem Durchbruch für skalierten Moorklimaschutz in Deutschland. Ausführlichere Information in der Medieninformation des Umweltministeriums und Einschätzungen in der GMC-Medieninformation.
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MoorPower erleben
Moor-PV beim EnergieTag MV
14/04/2026 Wie lassen sich Klimaschutz, erneuerbare Energien und regionale Wertschöpfung praktisch verbinden? Antworten gibt das Projekt MoorPower beim EnergieTag MV direkt vor Ort im Gelände. Am 25. April 2026 von 11:00 bis 14:00 Uhr laden Forschende der Universität Greifswald und des Greifswald Moor Centrum zu einer Informationsveranstaltung in ein Niedermoor bei Rostock ein. Treffpunkt ist die Bio-Rind Wellen GmbH in Spoitgendorf (bei Plaaz, A19).
Vor Ort wird eine entstehende Moor-Photovoltaik-Anlage vorgestellt, die Solarenergie mit Wiedervernässung kombiniert und so einen doppelten Klimagewinn ermöglicht. Das Projekt MoorPower untersucht über drei Jahre die technischen, ökologischen und sozioökonomischen Effekte dieses Ansatzes. Wetterfeste Kleidung sowie Gummistiefel oder festes Schuhwerk werden für die Teilnahme im Gelände empfohlen. Weitere Informationen zur Veranstaltung hier: https://www.energietag-mv.de/aktion/wie-sich-klimaschutz-erneuerbare-energien-und-regionale-wertschoepfung-verbinden-lassen-informationsveranstaltung-zu-moor-pv/
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Frisch raus
Neue Ausgabe des Paludikultur-Newsletters
14/04/2026 Das sind die aktuellen Themen in der frischen Ausgabe des Paludikultur-Newsletter:
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Paludikultur-Projekte – wer macht wo was in Deutschland? Eine Studie hat 146 Projekte aus den vergangenen 25 Jahren für einen Überblick zusammengestellt
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Büffeln für Moor – 70 Interessierte trafen sich beim Workshop zu Wasserbüffelhaltung auf nassen Flächen in Brandenburg
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Türmen für Paludikultur – warum es bald viel mehr Treibhausgasmessungen auf nass genutzten Flächen gibt, erklärt Dr. Christian Brümmer im Interview
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Bis 2045 – wie soll der Pfad zu Moorklimaschutz aussehen bis und nach dem Zieljahr der Klimaneutralität in Deutschland? Ein Workshopbericht
Mehr Themen und aktuelle Termine im Veranstaltungskalender
Wir sind gerne in Kontakt mit unseren Lesern. Welche Themen können wir im Paludikultur-Newsletter aufnehmen, welches Feedback haben sie an uns? Gerne per E-Mail schreiben an communication@greifswaldmoor.de.
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Ein Jahr in Mooren
Exkursion zum Polder Bargischow
11.04.2026 Mit der Exkursionsreihe „Ein Jahr in Mooren“ werden monatlich unterschiedliche Moorstandorte erkundet – von naturnahen über genutzte bis hin zu degradierten und wiedervernässten Flächen. Fachleute vor Ort geben Einblicke in Biodiversität, Nutzungsgeschichte, Klimaschutz und Renaturierung.
Die nächste Exkursion führt am 25. April 2026 von 10:00 bis 12:30 Uhr in den Polder Bargischow Süd. Treffpunkt ist am Schöpfwerk in Bargischow. Die Strecke umfasst etwa vier Kilometer zu Fuß auf Straßen und Schotterwegen.
Vor Ort wird die nasse Bewirtschaftung eines wiedervernässten Niedermoores mit aktivem Wassermanagement vorgestellt. Ziel ist es, zu zeigen, dass eine standortangepasste Nutzung von Mooren mit den Anforderungen des Vogel-, Natur- und Klimaschutzes vereinbar ist und auch großflächig umgesetzt werden kann.
Die Exkursion wird geleitet von Anke Nordt (Universität Greifswald). Die Teilnahme ist kostenfrei und offen für alle Interessierten. Wetterfeste Kleidung und festes Schuhwerk werden empfohlen.
Weitere Informationen sind online verfügbar: Ein Jahr in Mooren - Greifswald Moor Centrum
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Moore in British Columbia
Kohlenstoff-Riesen versteckt unter Regenwald
10/04/2026 Moore gelten als bedeutende Kohlenstoffspeicher – doch ihre Rolle in den Regenwaldökosystemen wurde bislang wenig untersucht. Eine neue Studie von Forschenden des Greifswald Moor Centrum liefert nun aufschlussreiche Ergebnisse aus den temperaten Regenwäldern der kanadischen Pazifikküste.
Im Rahmen einer Expedition untersuchten Hanna Rae Martens und Jürgen Kreyling gemeinsam mit Vertreter*innen der Organisation Wilderness International geschützte Gebiete in British Columbia. Ziel war es, die Verbreitung von Mooren und deren Beitrag zur Kohlenstoffspeicherung innerhalb der Regenwaldlandschaften zu analysieren.
Die nun veröffentlichten Ergebnisse zeigen: Obwohl Moore nur etwa fünf Prozent der untersuchten Region bedecken – vermutlich eine Unterschätzung –, speichern sie rund 20 Prozent des gesamten Kohlenstoffs dieser Ökosysteme. Damit leisten sie einen überproportional großen Beitrag zum Klimaschutz.
Die Studie unterstreicht die Bedeutung dieser bislang wenig beachteten Ökosysteme und eröffnet neue Perspektiven für Forschung und Schutzmaßnahmen. Weitere Untersuchungen sollen künftig das Potenzial dieser Moore noch genauer erfassen.
Die Publikation ist unter folgendem DOI abrufbar: 10.1038/s41598-026-44791-z








