Aktuelles/alle Beiträge
von NK (Kommentare: 0)
Gut moorig & schwammig
Fachforum beim Zukunftsforum Ländliche Entwicklung auf Grüner Woche
19/01/2026 Wie lässt sich Wasser in der Landschaft halten – das ist Thema des Fachforums Schwammlandschaften und Paludikultur am 21. Januar auf der Grünen Woche. Wasser ist zentral, um Agrarlandschaften widerstandsfähig gegen Auswirkungen der Klimakrise zu machen. Wie Landwirtschaft, Naturschutz und Kommunen dies durch Wässerwiesen, steuerbaren Drainagen, Agroforstsystemen, Humusaufbau oder Moor-Wiedervernässung und Paludikultur erreichen können, dazu bietet das Forum Best practice-Beispiele. Auch Rahmenbedingungen und Übertragbarkeit der Erfahrung aus der Praxis in andere Regionen werden von den Referierenden Corinna Friedrich und Thomas Köhler (DVL), Josef Sedlmeier (Landschaftspflegeverband Regensburg) und Dr. Franziska Tanneberger (Co-Leiterin Greifswald Moor Centrum) erörtert.
Das Fachforum findet von 14:30-16 Uhr in Raum A6 im City Cube statt und ist auch per Livestream zu verfolgen. Es wird veranstaltet vom Deutschen Verbands für Landschaftspflege (DVL) e.V. in Kooperation mit Greifswald Moor Centrum.
von Berit Krondorf (Kommentare: 0)
Paludi Summer School 2026
Nur noch wenige Plätze frei!
10/01/2026 Last chance: Es gibt nur noch wenige Plätze für die neuntägige Paludi Summer School im Juni 2026. Promovierenden und Nachwuchswissenschaftlern die Expertise suchen und sich vernetzen wollen, können sich noch bis zum 31. Januar anmelden.
Die Paludi Summer School findet vom 08. bis 17. Juni 2026 am Thünen-Institut in Braunschweig und am Greifswald Moor Centrum statt. Ziel ist es, den interdisziplinären Austausch zu stärken und die Teilnehmenden sowohl untereinander als auch mit Expertinnen und Experten aus Forschung und Praxis zu vernetzen. Im Mittelpunkt steht das gemeinsame Erarbeiten und Vertiefen von Wissen rund um Paludikultur. Ergänzt wird das Programm durch praktische Aufgabenstellungen, interaktive Workshops und Exkursionen zu Projektflächen, abgerundet durch einige Freizeitaktivitäten, die Raum für Austausch und Vernetzung bieten. Jede teilnehmende Person wird gebeten einen Vortrag zum eigenen Forschungsthema zu halten – eine Gelegenheit, Ideen zu teilen, Feedback zu erhalten und voneinander zu lernen.
Anmeldungen sind über dieses Formular möglich. Die Paludi Summer School wird vom Projekt PaludiZentrale organisiert.
von Berit Krondorf (Kommentare: 0)
Vom Moor zum Markt
LCA für Paludikulturen – wie geht’s?
Greifswald, 7 Januar 2026 Clemens Kleinspehn arbeitet and der Universität Greifswald im Projekt PaludiAllianz daran, die Umweltwirkung über den gesamten Lebenszyklus – eine sogenannte Life Cycle Analysis (LCA) – für ein Paludi-Produkt zu berechnen. In diesem Fall ganz konkret für den Versandkarton der OTTO Group, der zu 10 % aus Biomasse nasser Moore besteht.
Im aktuellen Paludikultur-Interview erklärt er, dass dies vor allem die Grundlage liefert für die wirtschaftliche Konkurrenzfähigkeit von Paludikultur-Produkten. Die Herausforderung dabei: Bisher fehlen in internationalen Ökobilanz-Datenbanken Daten zu Paludikultur-Produkten. Clemens Kleinspehn zeigt nicht nur, wie das Projekt diese Datenlücken schließt, an welchen Konkurrenzprodukten sich die Analyse orientieren kann und auf welche Einflusskategorien wie Wasser- und Energieverbrauch, Biodiversität sowie Treibhausgasemissionen sie sich konzentriert. Er thematisiert auch, wie wichtig die Transparenz der LCA ist, da es keine verbindlichen Standards
Die LCA für den Versandkarton soll nicht nur wissenschaftliche Erkenntnisse liefern, sondern Unternehmen und interessierten Verbraucher*innen eine fundierte Basis für Entscheidungen bieten. „Klimabilanzen sind heute ein wichtiges Kaufkriterium“, betont Kleinspehn. „Unsere Ergebnisse werden veröffentlicht, damit Produzenten und Interessierte Paludikultur-Produkte besser bewerten können.“ Die Analyse wird voraussichtlich in sechs Monaten abgeschlossen sein.
von Berit Krondorf (Kommentare: 0)
PV auf Mooren könnte noch besser sein...
wenn sie nass wären
06/01/2026 Gute Maßnahme, falscher Ort: Mehr Treibhausgasemissionen als durch nachhaltige Energie eingespart – so sieht die Treibhausgasbilanz von Solarenergie auf entwässerten Mooren in Deutschland bislang aus, wie diese neue Studie im Journal Nature zeigt: Greenhouse gas balance of solar parks built on peatlands in Germany.
von Berit Krondorf (Kommentare: 0)
We wish you rewetted peatlands
… and a Happy New Year!
22/12/2025 Das ist unsere Moor-Variante für den Refrain des Weihnachtjingles. Wir senden es an alle Moorliebhaber und hoffen, dass es 2026 Wirklichkeit wird - so weit wie möglich.
Zum Ende des Jahres 2025 möchten wir uns bei allen unseren Freunden, Followern und Partnern für ihre Unterstützung des Greifswald Moor Centrum bedanken. Gemeinsam haben wir große Fortschritt beim Schutz, der Erforschung und bei der Wahrnehmung von Mooren erreicht. Wir freuen uns auf wirkungsvolle Kooperationen und intensives Engagement auch in 2026! ✨
von NK (Kommentare: 0)
Paludikultur-Newsletter
Frische Ausgabe
17. Dezember 2025 Der neue Paludikultur-Newsletter 4|2025 ist da! Das sind unsere Themen:
- Kuscheln mit Moor: Künstler Daniel Hengst schafft textile Moorpflanzen, in denen Paludikultur drin steckt
- Moore post-COP30: Was wurde auf der Weltklimakonferenz in Belém für Moore erreicht und wie sind Perspektiven auf kommende COPs? Einschätzungen von Franziska Tanneberger
- Vom Moor zum Markt: Clemens Kleinspehn analysiert die Umweltwirkung eines Paludi-Produkts über seinen gesamten Lebenszyklus. Warum das wichtig ist, erklärt er im Interview.
- Anti-Matsch-Matten aus dem Moor – Paludikultur-Biomasse hilft beim Wacken-Festival
- Sneak peek auf PaludiScout: Bald startet die zentrale Plattform für Spezialtechnik für das Bewirtschaften nasser Flächen.
- Eröffnung: Die Moorbibliothek in Greifswald hat jetzt ein neues zuhause - mehr über den Wissensspeicher und Begegnungsort
Plus: weitere Themen und aktuelle Termine im Veranstaltungskalender!
Wir sind gerne in Kontakt mit unseren Lesern. Welche Themen können wir im Paludikultur-Newsletter aufnehmen, welches Feedback haben Sie an uns? Gerne per E-Mail schreiben an communication@greifswaldmoor.de.
von Berit Krondorf (Kommentare: 0)
Neuer Resilienz-Check für Deutschland
mit Paludikultur und Agri-PV/Moor-PV
11/12/2025 Im aktuellen Resilienz-Dossier informiert das Büro für Technikfolgenabschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB) die Abgeordneten zu möglichen Entwicklungen beim „Wassermanagement in der Landwirtschaft“ bis 2050. Darin auch enthalten: die Potentiale neuer Nutzungsformen wie Agri-PV (sowie Moor-PV) und Paludikultur auf wiedervernässten und zuvor landwirtschaftlich genutzten Flächen (Link zum Dossier: Neue Bewitschaftungsformen).
Insbesondere Agri- und Moor-PV hält das Dossier für aussichtsreich. Die Teilverschattung durch PV-Module könne die Verdunstung reduzieren und damit Wasserressourcen schonen, heißt es darin. Außerdem: „Für Photovoltaik-Anlagen auf wiedervernässten Moorböden (Moor-PV) … wird in Deutschland ein geschätztes technisches Potenzial von 440 bis 880 GWp angenommen. Dies entspricht ungefähr dem Vier- bis Achtfachen der derzeit in Deutschland installierten Photovoltaik-Leistung und verdeutlicht das enorme Energiepotenzial dieser Nutzung.“ Allerdings ist unser Wissenstand zu den Effekten von Moor-PV noch eingeschränkt und es braucht noch weitere Forschung, bevor man die großflächige Umsetzung empfehlen kann. Projekte wie MoorPV und MoorPower untersuchen dies.
Paludikultur schätzt das Dossier so ein: „Die Landwirtschaft auf wiedervernässten Moorflächen mit Torferhalt, als ‚Paludikultur‘ bezeichnet, führt … derzeit noch ein Nischendasein … Das könnte sich aber mit Blick auf 2050 aufgrund der großen Klimaschutzpotenziale ändern.“
Als Experten haben seitens des Greifswald Moor Centrum Prof. Dr. Gerald Jurasinski, Carl Pump und Dr. Wendelin Wichtmann beigetragen.
Zu den Resilienz-Dossiers:
Der Resilienz-Check und das resultierende Dossier ist eine Beratungsleistung für den Deutschen Bundestag und dienen als Hintergrundinformation für Fachausschüsse, aber auch gesellschaftlichen Akteure und die Öffentlichkeit. Darin werden Potentiale wissenschaftlich-technischer Entwicklungen analysiert und mögliche Auswirkungen auf die Gesellschaft diskutiert. Jährlich steht ein infrastrukturbezogenes Thema im Fokus. Die Ausgabe des Resilienz-Checks in 2026 wird sich auf „Cybersicherheit in der Forschung“ konzentrieren.
von Berit Krondorf (Kommentare: 0)
Das große Streuen
300 m³ Torfmoos auf 6 ha
05/12/2025 Auf insgesamt 6 Hektar wurden 300 m³ Torfmoose in MOOSland ausgebracht. Das Projekt will, dass eine kleine Pflanze groß rauskommt – das Torfmoos.
Als nachwachsender Rohstoff kann es Torf im Gartenbau, z.B. in der Gemüseproduktion ersetzen. Es lässt sich auf wiedervernässten degradierten Hochmooren klimafreundlich anbauen und schneidet mit insgesamt nur 10 t CO₂-Äq./ha/Jahr (inkl. Ernte, vgl. Daun et al. 2023) bei den THG-Emissionen dreimal besser ab als ein Hochmoorgrünland (32 t).
Forschungsprojekte aus den vergangenen 20 Jahren haben gezeigt, dass Torfmoosanbau funktioniert. Auf den MOOSland-Versuchsflächen im Hankhauser und im Barver Moor wird die Anbaumethode jetzt optimiert.
Die Vorbereitung der Flächen erfolgte besonders schonend: Der Oberboden wurde nur minimal abgetragen, Fahrdämme dienen lediglich als Begrenzung und das Bewässerungssystem wurde minimiert. Die Aussaat erfolgte per Raupe, um den empfindlichen Moorboden zu schonen.
Die Wissenschaftler untersuchen jetzt, wie die Torfmoose in diesem neuen Produktionssystem im Vergleich zum alten wachsen und welche Auswirkungen auf Treibhausgas-Bilanz, Biodiversität, Hydrologie, Nährstoffe, Ökonomie usw. damit verbunden sind. Dabei unterscheiden sich die beiden Standorte hinsichtlich der klimatischen und hydrologischen Bedingungen. Daraus sollen in einem Handbuch Maßnahmen für die erfolgreiche Umsetzung von Torfmoos-Paludikultur und ihre Grenzen abgeleitet werden. Beide Demonstrationsflächen dienen zudem als Anschauungsobjekte für zahlreiche interessierte Gruppen und insbesondere für den parallel stattfindenden Stakeholderprozess in den beiden Landkreisen.
-> Mehr über das Modell und Demonstrationsvorhaben MOOSland auf moosland.net
von Berit Krondorf (Kommentare: 0)
Wenn Wissen, Politik anschiebt
Forschungspreis für GMC-Vertreterinnen
04/12/2025 Wissen nicht nur produzieren, sondern es in die Politik einbringen - am 11. Dezember werden Umweltjuristin Prof. Dr. Sabine Schlacke und die Moorkundlerin PD Dr. Franziska Tanneberger dafür mit dem Greifswald Research Award ausgezeichnet. Der Greifswald University Club verleiht diesen zu herausragenden Leistungen in angewandter Forschung. Zur festlichen Verleihung ab 16 Uhr sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Den Festvortrag „Globaler Klimaschutz durch Gerichte – bahnbrechende Lösung oder gefährlich übergriffig?“ hält Prof. Dr. Andreas Korbmacher, Präsident des Bundesverwaltungsgerichts. Anmeldungen bis zum 11.12.2025, 12:00 Uhr, an pressestelle@uni-greifswald.de. Mehr in der Medieninformation der Universität Greifswald.
von Berit Krondorf (Kommentare: 0)
Unsere post-COP30 Serie zu Moor
Ergebnisse und Perspektiven in kurz
28/11/2025 Wir haben Franziska Tanneberger um ihre Einschätzung gebeten - was hat die kürzliche COP30 für Moore gebracht? Als Mitglied der deutschen Delegation war sie vor Ort in Belém und fasst die Bemühungen zusammen, wissenschaftliche Erkenntnisse über Moore und ihre Klimaschutzwirkung in der politischen Agenda für praktische, großflächige Maßnahmen zu verankern.
Ganz wichtig dabei: der Preatland Breakthrough am 17. November – ein globaler Aufruf zum Handeln einer starken Allianz für Moore, organisiert von Greifswald Moor Centrum und Partnern. Warum es sich noch nicht um den eigentlichen Durchbruch handelte, sondern lediglich um die wissenschaftliche Veröffentlichung von Science-based Framework for Global Peatland Targets & Guiding Principles im Vorfeld, erklärt Franziska in diesem Video: COP30 Series – Part 6: #Peatland Breakthrough – not yet, but...
Dennoch war das Side-event ein beachtlicher Erfolg: Deutschland reihte sich ein neben Peru und Uganda, ein Vorreiter für den Peatland Breakthrough zu sein. Die Initiative zielt darauf ab, Maßnahmen zum Schutz, zur Wiedervernässung und zur Restaurierung weltweit zu beschleunigen und zu mobilisieren sowie deren nachhaltige und verantwortungsvolle Nutzung zu ermöglichen.
Franziska Tanneberger betont außerdem, dass die Aufnahme wissenschaftlich fundierter Ziele für Torfmoore in den offiziellen Ergebnisbericht der Globalen Klimaschutzagenda der COP 30 | UNFCCC ein ermutigendes Ergebnis darstellt. Weitere Informationen zu Torfmooren finden Sie dort auf Seite [Seitenzahl einfügen]. 18. Erfahren Sie mehr dazu in diesem Video: COP30 Series - Part 4: COP 30 Outcome
Kommende Klimakonferenzen (COPs) rücken Moore in den Fokus: Der nächste Weltklimagipfel (UNCCC) findet in Antalya/Türkei unter australischer Führung statt. Australien verfügt zwar nicht über so viele Torfgebiete wie Brasilien – das tropische Land mit den größten Torfgebieten –, doch gibt es zahlreiche Aktivitäten zum Schutz dieser Ökosysteme, insbesondere in den benachbarten Kaukasusländern. Auch die nächste Konferenz des Übereinkommens zur Bekämpfung der Wüstenbildung (UNCCD) in Ulaanbaatar/Mongolei wird sich voraussichtlich mit Torfgebieten befassen. Mehr dazu in: COP30 Series - Part 5: #COP30 Preview next COP
Weitere Informationen zu Veranstaltungen zum Thema Torfgebiete auf der COP30 unter Beteiligung des Greifswalder Moorzentrums finden Sie in dieser Pressemitteilung der Universität Greifswald.








